Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SALEZ: Feuer der Kräuterwelt weitertragen

So unterschiedlich wie die Themen des Kräuterakademie-Lehrgangs sind auch die Teilnehmer. Auch was sie später mit dem erlangten Wissen machen, ist vielfältig.
Corinne Hanselmann
Der Gründer der Kräuterakademie, Voji Pavlovic, interessierte sich schon immer für Botanik. (Bild: Mareycke Frehner)

Der Gründer der Kräuterakademie, Voji Pavlovic, interessierte sich schon immer für Botanik. (Bild: Mareycke Frehner)

Corinne Hanselmann

corinne.hanselmann@wundo.ch

Der Lehrgang an der Kräuter­akademie vermittelt fundierte Kenntnisse der einheimischen Kräuterwelt. Mit zwölf verschiedenen Modulen deckt er nicht nur ein Thema aus der Welt der Wildkräuter ab, sondern ein grosses Spektrum. Man wolle bewusst die Ganzheit des Gebiets bearbeiten, so Voji Pavlovic. Er ist Gründer, Inhaber und Dozent der Kräuterakademie. «Diese Vielfalt interessiert die Leute.»

So unterschiedlich wie die Themen sind auch die Teilnehmer. «Die einen wollen schwerpunktmässig über die Heilwirkung von Pflanzen Bescheid wissen, andere interessiert mehr die kulinarische Verwendung von Kräutern», so Pavlovic. Die meisten Absolventen sind zwischen 20 und 70 Jahre alt, neun von zehn sind weiblich. Die bisherigen Teilnehmer stammen aus 17 verschiedenen Kantonen, aus Liechtenstein, Vorarlberg und aus Deutschland. Das Vorwissen der Teilnehmenden ist ebenso verschieden wie ihre Berufsgattungen. Doch Pavlovic sieht darin einen positiven Aspekt: «Es ist spannend, wenn so unterschiedliche Leute in einer Klasse sind.» Über die Monate entstehe ein extrem guter Klassengeist, und es werde einander geholfen. Das sei immer sehr schön zu sehen.

Vor zehn Jahren vom Ansturm überrumpelt

Die meistens zwei Tage dauernden Kurse finden oft draussen statt, doch man bleibe in der ­Region. Denn es gehe um Wildpflanzen, die irgendwo in der näheren Umgebung vorkommen. Darauf legt der Gründer der Akademie Wert. «Salez ist der ideale Standort», sagt er. Hier gebe es eine grosse Vielfalt an Pflanzen auf relativ engem Raum.

Dass die Kräuterakademie je so einen Erfolg hat, hätte am ­Anfang niemand gedacht, gibt Pavlovic zu. Den Anstoss zur Entwicklung des Lehrgangs gab vor über zehn Jahren eine Bäuerin, die sich für Kräuter interessierte und gerne einen Kurs dazu besucht hätte. In der Schweiz gab es damals aber nichts dergleichen. Voji Pavlovic nahm die Herausforderung an und entwickelte gemeinsam mit einem Projektteam ein Konzept.

Botanik interessierte Pavlovic schon immer. Seit den Neun­zigerjahren ist er Vorstands­mitglied der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft Liechten­stein-Werdenberg-Sarganserland. Zudem unterrichtet er seit 27 Jahren am Landwirtschaft­lichen Zentrum St. Gallen. So sei privat wie beruflich ein grosses Netzwerk entstanden. «Dadurch konnte ich relativ einfach die passenden Dozenten für den Lehrgang ins Boot holen.» Sie sind ausschliesslich Fachpersonen aus der Praxis, darunter zum Beispiel Botanikerinnen, eine Sozialpädagogin, ein Arzt und ein Naturheilpraktiker.

Die erste Klasse der Kräuterakademie mit Start im Jahr 2007 war innert zwei Wochen ausgebucht. So entschied sich die Projektgruppe, eine zweite Klasse parallel zu führen. Auch diese wurde voll. Bis heute beginnen jährlich zwei Klassen mit dem Kurs, und alle waren ausgebucht. Mehr als zwei Klassen gleichzeitig zu führen, kam aufgrund der beschränkten Kapazität der Dozenten wie auch der Infrastruktur nie in Frage, erklärt Pavlovic. Deshalb muss Geduld haben, wer die Kräuterakademie besuchen möchte (siehe Titelseite).

In knapp zwei Jahren wird Voji Pavlovic pensioniert. Doch die Kräuterakademie möchte er weiterhin betreuen. «Wir wollen denen, die den Lehrgang besuchten, auch in Zukunft etwas bieten in Form von Weiterbildungen.» Auch Ideen für zusätzliche Angebote seien schon vorhanden.

Die Ehemaligen wirken beim Jubiläum mit

Was die Teilnehmer nach dem Lehrgang mit dem neu erlangten Wissen machen, ist sehr verschieden. Einige der Ehemaligen bieten mittlerweile selber Kurse zu spezifischen Themen an. «Wir sehen das nicht als Konkurrenz – im Gegenteil – sie helfen das Feuer der Kräuterwelt und der Kräuterakademie weiterzutragen», so Pavlovic. Andere nutzen ihr Wissen in der Pädagogik, machen in der Schule mit den Kindern beispielsweise Lernwerkstätten zum Thema Kräuter. Wieder andere können nach der Akademie in der Pflege auf natürliche Wirkstoffe zurückgreifen. Auch wer einen Kräutergarten hat oder betreut, kann bei der Kräuterakademie viel mitnehmen. Oder aber sie stellen Produkte her und gehen mit diesen auf den Markt.

«Daraus ist auch die Idee für den Markt beim Jubiläumsanlass am 17. September entstanden», sagt Pavlovic. Das Organisationskomitee steckt noch in den letzten Vorbereitungen. Stände werden aufgestellt und Beizli eingerichtet, so dass morgen ab 10 Uhr die interessierten Besucher ­willkommen geheissen werden können.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.