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SALEZ: Arbeiten und feiern für Jung und Alt

Mit der zehnten Türgga-Höltscheta konnte die Ortsgemeinde Salez ein kleines Jubiläum feiern. Rund 100 Personen, vom Nachwuchs bis zu den Grosseltern, beteiligten sich an der vergnüglichen Arbeit.
Adi Lippuner
Der Nachwuchs hilft beim Aufhängen der Maiskolben. (Bild: Adi Lippuner)

Der Nachwuchs hilft beim Aufhängen der Maiskolben. (Bild: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch

Für einmal herrschte am Freitagabend auf dem Gutsbetrieb Rheinhof in Salez nicht die für einen Bauernhof übliche Ruhe. Die Kühe im Freilauf schauten verwundert auf das rege Treiben, welches die «Türgga-Höltscheta» mit sich brachte. Rund 100 Personen waren vor Ort, Kinder, Eltern und Grosseltern packten mit an und sorgten dafür, dass der Ribelmais von seinen Blättern befreit wurde.

Gemeinsames Schaffen von Neulingen und Insidern

Doch nicht nur Einwohnerinnen von Salez und Umgebung liessen sich die Zusammenkunft nicht entgehen, es waren auch Gäste aus Kramsach im Tirol sowie begeisterte Helfer aus dem Kanton Aargau angereist. Ortsgemeindepräsident Hansueli Dütschler gab zu Beginn ein paar Anweisungen: «Bitte bis auf drei oder vier Blätter alle entfernen und bei den schlechten Kolben alle Blätter und die Stotzen wegnehmen, diese kommen in die grauen Behälter.» Sowohl erfahrene «Höltscher» als auch Neulinge packten tatkräftig mit an. Die grossen Haufen inmitten der aufgestellten Bänke wurden in Angriff genommen, und dank der fleissigen Helfer, welche die vollen Körbe ständig leerten und zur Truppe der Binder und Aufhänger brachten, schritt die Arbeit zügig voran. Nach dem Trocknen werden die Körner des Ribelmais maschinell abgeraspelt und anschliessend in der Stricker Mühle in Grabs zu AOP-zertifiziertem Rheintaler Ribelmais verarbeitet. «Je schneller die Arbeit beendet ist, desto früher beginnt der gemütliche Teil», so die Aufmunterung von Hansueli Dütschler an die Adresse der Helfer. Zudem erfuhren die Anwesenden, was es mit den Gästen aus dem Tirol auf sich hat. «In Kramsach wird um den Nikolaustag ein besonderes Fest, der Perchtenlauf, durchgeführt. Die Bekleidung für die grauslig wirkenden Gestalten besteht aus Maisblättern, und damit schliesst sich der Kreis zu uns nach Salez.» Die drei jungen Tiroler halfen nicht nur beim «Türgga-Höltsche», sie transportierten am nächsten Tag auch die Maisblätter für die Perchtenlauf-Kleider in ihr Heimatdorf.

Anbau auf den Versuchsfeldern

Der Rheintaler Ribelmais, der an der «Türgga-Höltscheta» von den Blättern befreit wird, wächst auf den Versuchsfeldern der landwirtschaftlichen Schule Rheinhof. «Uns ist es wichtig, dass die alte Tradition weiter besteht,» so der Ortsgemeindepräsident. «Früher wurde auf jedem Hof eine «Türgga-Höltscheta» durchgeführt, dann verschwand dieser Brauch, bis er von uns wieder ins Leben gerufen wurde.» Ein Blick in die Runde zeigte: Nicht nur die Kinder, welche sich auf den grossen Haufen vergnügten, auch die Erwachsenen, die Schulter an Schulter arbeiteten, hatten ihren Spass an der Tätigkeit. «Dass dabei auch der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz kommt, liegt auf der Hand,» waren sich die Verantwortlichen der Ortsgemeinde einig.

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