Saisonziel nicht erreicht

Der RC Oberriet-Grabs verliert gegen die RR Brunnen mit 14:21. Mit dieser Niederlage steht fest, dass der rheintal-werdenbergische Ringerverein in die Auf-/Abstiegsrunde muss.

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Ilir Fetahu (rechts) erkämpfte sich bei seiner Niederlage wenigstens einen Mannschaftspunkt. (Bild: PD)

Ilir Fetahu (rechts) erkämpfte sich bei seiner Niederlage wenigstens einen Mannschaftspunkt. (Bild: PD)

Statt dieses Jahr einen Schritt vorwärtszumachen, geht es für die Challenge-League-Equipe vom RC Oberriet-Grabs retour. Statt die Playoffs zu bestreiten und ein Wort um den Challenge-League-Titel mitzureden, muss die Mannschaft in der Auf-/Abstiegsrunde antreten. Gegen Gruppensieger RR Brunnen setzte es am Samstag eine 14:21-Niederlage ab. Das Resultat zeigt dem RCOG auf, dass er gegen den letztjährigen Meister nur mithalten kann, wenn er in Bestbesetzung antreten kann. Oder mit zehn Kämpfern auf der Matte. In sechs Meisterschaftskämpfen in dieser Saison war es das fünfte Mal (!), dass der RCOG eine Gewichtsklasse kampflos verlor.

Werdenberger gewannen nach Punkten

Der RCOG bekundet in dieser Saison vor allem bis 57 kg Mühe, in dieser Klasse überhaupt einen Ringer zu stellen. Das ergibt jedes Mal eine grosse Hypothek, die gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe sehr schwierig ist, aufzuholen. So war es auch in Brunnen. Nach dem frühen 0:4 setzte sich bis zur Pause nur ein RCOG-Ringer durch, Christoph Wittenwiler (Leihringer RS Kriessern) gewann nach Punkten. Das Halbzeitresultat war ernüchternd: 4:15. Im selben Stil ging es weiter. Nach sieben Kämpfen und dem Zwischenstand von 4:20 stand der Gang in die Auf-/Abstiegsrunde fest.

Da nützte es auch nichts mehr, dass die letzten drei Ringer ihre Gegner bezwingen konnten. Ramon Betschart gewann nach technischer Überlegenheit, die beiden Werdenberger im Team, Flavio Freuler und Andreas Vetsch, steuerten je einen Punktesieg zum Mannschaftsergebnis bei. Vetsch wusste, dass es in der Gewichtsklasse Freistil 74 kg gegen Alexander Büeler nicht einfach werden würde. «Deshalb agierte ich am Anfang sehr zurückhaltend», schildert der Grabser seinen Kampf. «Ich konnte aber nach einer Passivität und einer Zweierwertung mit einem 3:0-Vorsprung in die Pause gehen. Nach der Pause lief ich dumm in einen Konter und gab eine Vierer-Wertung ab. Nach dieser Wertung meines Gegners konnte ich das Ruder allerdings wieder an mich reissen und gewann am Ende mit 11:6», so Vetsch, der mit seinem Kampf zufrieden war.

Zu schmales Kader für den Halbfinal

Nicht aber mit dem Abschneiden der Mannschaft: «Dass es uns nicht für die Halbfinalteilnahme gereicht hat in diesem Jahr, liegt einerseits an der Tatsache, dass die Ostgruppe sehr ausgeglichen ist und andererseits daran, dass wir immer noch ein zu schmales Kader an Ringern haben. Es war leider so, dass wir unserem Gegner früh zu viele Punkte geschenkt haben.» (sst)