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RUGGELL: Lustvolle Kunst in alten Mauern

Mit einer Gemeinschaftsausstellung der Künstlergruppe «kunst-farb-form» startet das Küefer-Martis-Huus ins neue Ausstellungsjahr. Zur Gruppe gehören einige Künstler aus dem Werdenberg.
Die Gruppe «kunst-farb-form» setzt sich mit dem Thema «Liebe, Lust und Leidenschaft» auseinander. (Bild: Jan Kaufmann)

Die Gruppe «kunst-farb-form» setzt sich mit dem Thema «Liebe, Lust und Leidenschaft» auseinander. (Bild: Jan Kaufmann)

Elf Mitglieder zählt die Künstlergruppe «kunst-farb-form», die in unterschiedlichen Medien und Techniken arbeiten, aber sich in regelmässigen Treffen austauschen und sich künstlerisch weiterentwickeln wollen. Ein gemeinsames Ziel ist es, jedes Jahr eine thematische Gruppenausstellung zu erarbeiten, was sich im letzten Jahr nicht mehr ganz ausging. Aber nun ist es so weit und die Ausstellung konnte am vergangenen Freitag eröffnet werden.

Die Gruppe präsentiert ihre Arbeiten nun schon zum zweiten Mal im Küefer-Martis-Huus in Ruggell, und sowohl Graziella Keferstein, treibende Kraft in der Gruppe, als auch Johannes Inama vom Küefer-Martis-Huus lobten die Zusammenarbeit. Auch wenn es die eine oder andere durchwachte Nacht kostete, bis die Positionierung der vielen Objekte erarbeitet war, «ist aus dieser Vielfalt an Arbeiten ein stimmiges Ganzes entstanden, das sich wunderbar in unsere Räume einfügt», so Inama in seiner Vernissagerede. Dieser Dialog zwischen dem historischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert und den Kunstwerken aus der Gegenwart sorgt für eine «besondere Atmosphäre, in der ausgestellte Kunstwerke in neuem Licht und neuen Bedeutungszusammenhängen erscheinen», so Inama weiter.

Bunte Vielfalt, die es zu entdecken gilt

Nachdem die Ausstellung im unteren Raum eröffnet wurde, machten sich die Besucher auf, die ausgestellten Werke zu entdecken, die über mehrere Etagen verteilt sind. Und zu entdecken gibt es einiges: Alle Räume und auch die Gänge dazwischen werden zur Ausstellungsfläche, jeder Winkel wird zum Schauplatz einer künstlerischen Intervention. Im Untergeschoss treffen zum Beispiel Eisenskulpturen und grossformatige Farbstimmungsbilder von Wolfram Kaiser (Buchs) auf zarte Akte von Yvonne Schädler (Triesen), die auf Liebesbriefe gezeichnet wurden. An der Wand des Stiegenaufganges wiederum eine geometrisch-abstrakte Wandskulptur von Graziella Keferstein (Werdenberg), die durch ihre kräftigen Farben und den Sinn für das Räumliche besticht. Weiter hinauf geht es – an der ehemaligen Stube vorbei, wo die Vernissage Gäste angeregt diskutierten – zum Hauptteil der Ausstellung. Vier farbige Akt-Linolschnitte, ebenfalls von Yvonne Schädler, verführen zum Hinschauen, während sich im hinteren Teil des Raumes Rudolf Egger (Bad Ragaz, Künstlername Rodolfo) dem Thema Körper mit raffinierten «Op-Art»-Bildern nähert. In den zwei kleineren Zimmern des mittleren Stocks trifft auf kleinem Raum eine Vielzahl an künstlerischen Positionen aufeinander: romantisch-träumerische Bildcollagen von Marianne Rusterholz (Grabs), japanische Tuschemalereien in «Sumi-E»-Technik von Ruth E. Giger (Sevelen) oder Keramikobjekte in erdigen Tönen von Heidy Eggenberger (Grabs). Ihre Objekte sind im ganzen Haus präsent – auch im Dach- geschoss, wo eine Herde ihrer Keramikkühe auf textile Wandbilder von Gertrud Künzler- Keel (Grabs) trifft. Diese wiederum bezieht Fundstücke in ihre Textilarbeiten mit ein, und in ihrer Textil-Collage «Eva ohne Apfel» ist auch ein Smartphone zu erkennen, das auf humorvolle Art den Kontext zur Gegenwart herstellt. Weiters in der Ausstellung vertreten sind Doris Bösch aus Werdenberg mit kleineren Installationen, Anton Erath aus Bizau (Vorarlberg) sowie Yvonne Heeb aus Triesen, jeweils mit Malereien.

Regionale Verbundenheit über Grenzen hinweg

Ein schöner Aspekt der Ausstellung ist auch der regionale, länderübergreifende Charakter der Künstlergruppe, in der Künstler aus Werdenberg, Liechtenstein und Vorarlberg zusammengefunden haben. Ebenso sorgte das Thema der Ausstellung, die sich ganz den lustvollen und unbeschwerten Momenten des Daseins widmet, für eine willkommene Abwechslung in der kalten Jahreszeit, wo die Frühlingsgefühle doch noch etwas auf sich warten lassen. (jk)

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