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RUGGELL: Goldschakal tappt in Fotofalle

Einem Jagdaufseher ist dank einer Fotofalle ein Erstnachweis gelungen. Am Montag, 12. März 2018, konnte das erste Mal ein Goldschakal in Liechtenstein fotografiert und in der Zwischenzeit von mehreren Fachpersonen identifiziert werden.
Am 12. März 2018 tappte in Ruggell gleich zweimal ein Goldschakal in die Fotofalle. (Bild: Amt für Umwelt FL)

Am 12. März 2018 tappte in Ruggell gleich zweimal ein Goldschakal in die Fotofalle. (Bild: Amt für Umwelt FL)

Der Goldschakal ist ursprünglich in weiten Teilen des nördlichen Afrikas, nahen Ostens bis nach Indien und in der Türkei beheimatet. Aufgrund veränderter klimatischer Bedingungen und teilweise auch wegen dem Fehlen grosser Beutegreifer, wie beispielsweise dem Wolf, konnte sich der Goldschakal bis nach Mitteleuropa ausbreiten. So wurden in den letzten Jahren auch bereits in der Schweiz vereinzelt Goldschakale fotografisch nachgewiesen, unter anderem im Juli 2017 im Linth-Gebiet (SG). Aufgrund der selbstständigen, natürlichen Verbreitung wird der Goldschakal als neues einheimisches und somit geschütztes Tier angesehen. Inwiefern sich der Goldschakal in Liechtenstein etablieren wird, bleibt abzuwarten, da er aufgrund seiner Lebensweise einen Nahrungskonkurrenten für den Rotfuchs darstellen kann.


Der Goldschakal ist ein Allesfresser und ernährt sich von Kleintieren, aber auch von Kadavern oder pflanzlicher Kost. Goldschakale sind dämmerungs- und nachtaktiv und bleiben als Paar ein Leben lang zusammen. Mit einer Schulterhöhe von 44-50 cm und einem Gewicht von 11-12 kg lässt er sich auf den ersten Blick mit dem etwas kleineren Fuchs oder dem grösseren Wolf verwechseln. Unterscheidungsmerkmale sind ein deutlich dunkler gefärbter Rücken, die im Verhältnis zur Körpergrösse relativ kurze Rute, die hell gefärbten Beine sowie die helle Zeichnung um die Schnauze und den Hals.

Wie bei jedem Wildtier ist auch beim Goldschakal angezeigt, sich bei einer Begegnung respektvoll zu verhalten und die Tiere nicht zu stören. Personen mit Hinweisen auf weitere Nachweise werden gebeten, diese dem Amt für Umwelt mitzuteilen. (ikr)

Goldschakal (Bild: PD)

Goldschakal (Bild: PD)

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