RÜTHI: Neuer Zuschauerrekord

Die Aufführungen der Freilichtbühne Rüthi sind zu Ende. Sämtliche Vorstellungen waren ausverkauft.

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Der «Schmugglerkönig» der Freilichtbühne Rüthi war trotz teils miss­lichem Wetter ein riesiger Erfolg. (Bild: Heini Schwendener)

Der «Schmugglerkönig» der Freilichtbühne Rüthi war trotz teils miss­lichem Wetter ein riesiger Erfolg. (Bild: Heini Schwendener)

Das Interesse am neuen Theaterstück von Kuno Bont war von Anfang an sehr gross. «Interessanterweise gab es aus der ganzen Schweiz Anfragen, obwohl wir dort keine Werbung gemacht haben. Für uns ein Hinweis darauf, dass sich langsam herumspricht, was die Freilichtbühne Rüthi zu bieten hat», sagen die Verantwortlichen. So wolle man in Zukunft vermehrt auch mit dem Tourismus in der Region zusammenarbeiten.

Mit Vorpremiere, den ordentlichen Aufführungen, der Zusatzaufführung und den bei schönem Wetter zusätzlich in die Reihen gestellten Stühlen, haben diesmal gegen 10 000 Theaterbesucherinnen und -besucher den «Schmugglerkönig» auf der Freilichtbühne Rüthi gesehen. Regisseurin Simona Specker und ihr Regieassistent Renato Tolfo haben es ausgezeichnet verstanden, das anspruchsvolle Stück mit Spannung und Faszination umzusetzen. Das einzigartige Bühnenbild faszinierte. Die vielen Laiendarsteller haben grosse Spiel­freude gezeigt und bewiesen, dass sie das Theaterspiel im Blut haben. Mehrere Schauspieler waren einem Aufruf der Freilichtbühne gefolgt und das erste Mal mit dabei. «Es war ein unvergessliches Erlebnis, fast wie in einer grossen Familie», blickt eine Teilnehmerin zurück. Überzeugt in ihren Rollen haben auch die Absolventinnen und Absolventen des vereinseigenen Ausbildungstheaters, der Theater Company. Es gelang ihnen, ihr Talent auf der Bühne vollumfänglich einzubringen.

Immer wieder Ärger mit dem Wetter

Dass die diesjährigen Freilichtspiele von Rüthi mit einem Gewitter zu Ende gingen, ist symptomatisch für die diesjährige Inszenierung. Sturm und Regen zogen die Infrastruktur und die Kulissen schon vor dem Start in arge Mitleidenschaft. An der zweiten Premiere spielte das Ensemble im strömenden Regen, praktisch das ganze Stück. Auch nachher musste die Freilicht­bühne immer um gutes Wetter bangen. Erst letzte Woche hat es dann gebessert. Die Verantwortlichen haben sofort reagiert und die Kapazität der Tribünenplätze durch Zusatzstühle deutlich erhöht.

Bis auf einen kleineren Zwischenfall sind die Aufführungen unfallfrei und reibungslos ver­laufen. «Dies ist nicht zuletzt der Disziplin aller Beteiligten vor und hinter der Bühne zu verdanken», ist sich die Produktionsleitung ­einig. Schon in der Nacht von Sonntag auf Montag, nach der Dernière also, ist mit den Abbrucharbeiten begonnen worden. Dabei hilft auch der regionale Zivilschutz mit. In diesem Zusammenhang werden die Häuser und Ge­bäulichkeiten des Bühnenbildes Interessierten zum Kaufe angeboten (Tel. 076 439 82 87). (wo)