«Rote Liste» der EU und der USA

BRÜSSEL/WASHINGTON. Nach dem umstrittenen Krim-Referendum haben die USA und die EU Sanktionen gegen teils hochrangige Vertreter Russlands und der Ukraine verhängt. Dazu gehören die Sperrung von Konten sowie Reisebeschränkungen. Die EU-Sanktionen betreffen 21 Personen.

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BRÜSSEL/WASHINGTON. Nach dem umstrittenen Krim-Referendum haben die USA und die EU Sanktionen gegen teils hochrangige Vertreter Russlands und der Ukraine verhängt. Dazu gehören die Sperrung von Konten sowie Reisebeschränkungen. Die EU-Sanktionen betreffen 21 Personen. Darunter ist etwa der Regierungschef der Krim, Sergej Aksjonow. Auch gegen drei hohe russische Offiziere wurden Sanktionen verhängt. Von den US-Strafmassnahmen sind elf Personen betroffen, darunter der frühere ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch und zwei Berater des russischen Präsidenten Putin.

Putin hat gestern abend die Krim als unabhängigen Staat anerkannt. Laut russischen Agenturen unterzeichnete er ein entsprechendes Dekret. Am Sonntag hatten die Krim-Bewohner mit rund 97 Prozent für einen Beitritt der Halbinsel zur Russischen Föderation gestimmt.

Offen ist, ob auch die Schweiz Sanktionen verhängt. Klar ist: Die Schweiz ist in einer heiklen Lage. Sie hat den Vorsitz der OSZE und versucht, im Konflikt um die Krim zu vermitteln. Dabei sollen auch die guten Beziehungen von Bern zu Moskau helfen. (tga/reu) • THEMA 19