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Rossi will Ledergerbers Amt

Am Mittwochabend hat die SVP Sevelen beschlossen, dass sie mit ihrem Kantonsrat und Gemeinderat Mirco Rossi für das Amt des Gemeindepräsidenten antritt. Der Sitz von Roland Ledergerber (parteilos) wird also angegriffen.
Heini Schwendener
Mirco Rossi-Spitz SVP-Kandidat für das Seveler Gemeindepräsidium (Bild: pd)

Mirco Rossi-Spitz SVP-Kandidat für das Seveler Gemeindepräsidium (Bild: pd)

SEVELEN. Seit einigen Wochen wurde darüber gemunkelt, nun ist es offiziell: Die SVP Sevelen strebt bei den Gemeindewahlen im Herbst das Gemeindepräsidium an. Den Angriff auf den wieder kandidierenden Gemeindepräsidenten Roland Ledergerber führt sie mit Kantonsrat Mirco Rossi. Pikant: Der 33-Jährige ist seit Anfang 2015 auch Gemeinderat.

«Ich würde es besser machen»

Rossi hat den Gemeinderat gestern mittag per E-Mail über seine Kandidatur informiert. Gegenüber dem W&O antwortete er auf die Frage, ob er Ledergerber mit seiner Kandidatur den Fehdehandschuh hinwerfe, nicht direkt. Er sagte aber: «Ich bin überzeugt, dass ich es besser machen würde.» Die SVP schreibt denn auch in ihrer Medienmitteilung, viele Projekte, die Sevelen weiterentwickeln würden, seien seit Jahren blockiert oder auf die lange Bank geschoben worden. Sie habe daher Rossi einstimmig nominiert. Mit ihm wolle die Partei auf höchster Ebene Verantwortung übernehmen. Nun hätten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 25. September bei der Wahl für das Seveler Gemeindepräsidium eine Auswahl.

Mirco Rossi kandidiert nur für das Gemeindepräsidium und nicht mehr für den Gemeinderat, in den er sicher problemlos wiedergewählt würde. «Damit unterstreiche ich die Ernsthaftigkeit meiner Kandidatur», sagte er auf Anfrage des W&O, «ich will Gemeindepräsident werden und ich traue mir dieses Amt auch zu. Darum kandidiere ich nicht auch noch als Gemeinderat.» Allerdings schickt die SVP mit Nicola Binotto-Ruosch einen anderen Kandidaten ins Rennen um einen Sitz im Gemeinderat – so viel Wahltaktik muss sein.

Der Wahlkampf beginnt

Schnell hat die SVP Sevelen auf den Wahlkampf-Modus geschaltet, Mirco Rossi heisst in ihrer Medienmitteilung nun plötzlich Mirco Rossi-Spitz. Darauf angesprochen meint er lächelnd: «Das darf ich doch, meine Frau heisst Spitz und ist eine Sevelerin.» Rossi ist verheiratet, Vater zweier Kinder und arbeitet als Leiter Entwicklung Mechanik bei einem KMU in Weite.

«Schon etwas überrascht»

Der wieder kandidierende Gemeindepräsident Roland Ledergerber (parteilos) gibt zu, von der Kandidatur Rossis etwas überrascht zu sein, «allerdings muss man ja bei jeder Wiederwahl mit so was rechnen.» Die Kandidatur sei Rossis demokratisches Recht, sagte Ledergerber. Und er meinte zu den SVP-Angriffen auf seine Amtsführung: «Ich bin der Meinung, ich mache einen guten Job.» ? LOKAL 4

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