Rosa Haut schützt schlecht

Für Nutztiere ist es nicht so schlimm, wenn es stürmt. Viel schlimmer ist es, wenn die Sonne vom Himmel brennt, es trocken ist und die Temperatur in heisse Bereiche ansteigt.

Saskia Bühler
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Kühen setzt die Hitze zu. Ihr dünnes Fell schützt sie schlecht vor den Sonnenstrahlen. (Archivbild)

Kühen setzt die Hitze zu. Ihr dünnes Fell schützt sie schlecht vor den Sonnenstrahlen. (Archivbild)

REGION. Wenn es heiss wird, fliehen nicht nur Menschen in den Schatten und suchen die Abkühlung. Auch Tiere fühlen sich in der brennenden Sonne nicht wohl und müssen geschützt werden.

Sensible Reaktion auf Sonne

Von den Nutztieren macht die extreme Hitze vor allem den Schweinen sehr zu schaffen, die ohne Fell der Sonne ungeschützt ausgeliefert sind. Da sie in ihrer rosaroten Haut kaum einen Pigmentschutz besitzen, passiert es relativ schnell, dass sie sich verbrennen. Sie haben einen dem Menschen ähnlichen, stressanfälligen Kreislauf. Deshalb reagieren sie ziemlich sensibel auf die Hitze und Sonne.

Abkühlung in den Ställen

Auch Kühe sind durch ihr dünnes Fell schlecht gegen Wärme isoliert und geniessen deshalb, wie auch Schweine, in heissen Zeiten von ihren Haltern oft eine besondere Betreuung.

David Sutter, Tierarzt in der Praxis Sutter & Sutter in Buchs, erzählt, dass das Rindvieh bei dieser Hitze oft mit Wasser abgespritzt wird. In den heutigen Ställen seien ausserdem ganze Sprinkleranlagen eingebaut, die automatisch einen Nebel versprühen, unter die sich Kühe zur Abkühlung gerne stellen. In Schweineställen hat es ebenfalls oft Duschen.

Instinktiv richtiges Verhalten

«Es ist erstaunlich, wie gut die Tiere mit der Hitze zurechtkommen. Sie verhalten sich instinktiv richtig und wissen genau, was zu tun ist», sagt Sutter fasziniert. So stellen sie sich zum Beispiel bei Sonnenschein in den schützenden Schatten oder suchen sich ein windiges Plätzchen, um Abkühlung zu erfahren. ? DIE DRITTE