Rondelle seit gestern befahrbar

Dank guter Vorbereitung und zügigem Baufortschritt konnte die Sperrung der Überführung Rondelle in Buchs gestern aufgehoben werden. Damit ist sie eine Woche früher als geplant wieder befahrbar.

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BUCHS. Die durch den Kanton erarbeiteten Naturgefahrenkarten zeigen den Gemeinden auf, wo Massnahmen zur Behebung von Gefahrenpotenzialen notwendig sind. Der grösste Handlungsbedarf in Buchs zeichnete sich beim Giessendurchlass Rondelle ab. Neben der zu geringen Dimensionierung wurde beim Bau der Auffahrtsrampe für die Überdeckung des Giessens eine Konstruktion gewählt, welche eine starke Verklausungsgefahr (Verstopfung) birgt.

Eine Verklausung hätte zur Folge, dass das Gewässer sich den Weg über das Zentrum und das Stütli-Quartier zurück in den Giessen suchen würde, mit möglichen Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Die Stadt hat zusammen mit dem Kanton entschieden, den Durchlass sowie die Brücke Parkstrasse umzubauen. Das führte zur zeitweiligen Schliessung der Überführung Rondelle, einem Nadelöhr im Buchser Verkehrsnetz.

Früher fertig als geplant

Die Projektierung sowie die Bauleitung gaben ein straffes Programm vor, welches bis zuletzt konsequent umgesetzt wurde. Durch die einwandfreie Arbeit aller beteiligten Unternehmungen wurde ermöglicht, dass die Sperrzeit nochmals verkürzt werden konnte. So konnte die Überführung Rondelle gestern wieder dem Verkehr übergeben werden. Glücklicherweise habe die Umleitung sehr gut funktioniert, was auch auf die Toleranz der Autofahrer und Anwohner sowie die absichtlich gewählte Ferienzeit zurückzuführen sei, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Buchs.

Nun stehen noch die Schlussarbeiten wie Begrünung, Abschluss der Lärmschutzwand-Arbeiten, Wiederherstellung der angrenzenden Grundstücke, usw. an. Im Gesamtprojekt sind zudem flankierende Massnahmen gefordert und budgetiert. Hauptbestandteil ist der Ersatz der instandsetzungsbedürftigen Rad- und Fussgängerbrücke Parkstrasse. Diese Arbeiten sollen im Sommer/Herbst 2016 abgeschlossen werden, womit die Naturgefahrenkarte in diesem Bereich durch den Kanton überarbeitet werden kann.

Mobiliar unterstützt Stadt Buchs

Die Versicherungsgesellschaft Mobiliar beteiligt sich an der Naturgefahrenabwehr mit einem Beitrag von 150 000 Franken, welcher der Stadt Buchs zugutekommt. Für sie ist dies ein erfreulicher Umstand, da dadurch die Kosten für die öffentliche Hand sinken. Rainer Kostezer, der Generalagent der Mobiliar Buchs betont hierzu: «Unsere Gesellschaft ist bereit Verantwortung zu übernehmen und die öffentliche Hand zu unterstützen.» (pd)