RINGEN: Trotz Niederlage weiter auf Rang eins

Am Wochenende kämpfte der Nachwuchs des RC Oberriet-Grabs an verschiedenen Fronten um Mannschaftspunkte und sammelte Wettkampferfahrungen.

Drucken
Teilen
Tim Motzer (Mannschaft 1. Stärkeklasse) schultert schon nach kurzer Zeit Anja Epp von der Ringerriege Schattdorf. (Bild: Diana Häsler)

Tim Motzer (Mannschaft 1. Stärkeklasse) schultert schon nach kurzer Zeit Anja Epp von der Ringerriege Schattdorf. (Bild: Diana Häsler)

In Kriessern trafen sich am Samstag die Teams der 1. Stärkeklasse: Nebst dem Veranstalter RS Kriessern waren dies die Clubs aus Schattdorf, Brunnen und Oberriet-Grabs. Diese starteten phänomenal ins Turnier: Nach einem überlegenen Sieg gegen Brunnen (45:15) legten die jungen Wilden gleich noch einmal nach und siegten gegen Schattdorf, den letztjährigen Sieger der Jugend-Mannschaftsmeisterschaft mit 36:26 Punkten.

Die Ringerstaffel Kriessern hingegen schenkte dem Nachbarn keine Punkte und unter dem Jubel der heimischen Fans boten sich die beiden Rheintaler Vereine eine nervenaufreibende Begegnung: Kriessern hatte einen guten Start und konnte 12:0 vorlegen, nach gut der Hälfte der Kämpfe rückte ihnen Oberriet-Grabs aber bereits ziemlich auf die Pelle, es stand 21:19 für Kriessern. Nicolas Steigers und Dominik Laritz’ wertvolle Punkte brachten den RCOG zwar für kurze Zeit in Front, sie konnten aber nicht verhindern, dass Kriessern das Nachbarduell letztlich doch noch mit 32:27 für sich entschied. Da es die bisher einzige Niederlage in der Meisterschaft war, welche die jungen Ringer von Oberriet-Grabs zu verkraften hatten, führen sie die Tabelle weiterhin an. In 14 Tagen findet in Brunnen die letzte Vorrunde statt, dort wollen die Trainer mit ihrer Mannschaft noch einmal alles geben und alles gewinnen. Dann stehen die Chancen gut, nach dem zweiten Platz im letzten Jahr am Final am 1. April in der Bildstöcklihalle in Oberriet eine wichtige Rolle zu spielen.

Zweites Team bangt um den Finaleinzug

Die zweite Mannschaft des RCOG kämpft in der zweiten Stärkeklasse. In Tuggen traf das Team auf Einsiedeln, Rapperswil, Uzwil, Winterthur, Zürich und Veranstalter Tuggen. Die Schwyzer dominierten am Samstag das Turnier und stärkten ihre Leaderposition in der Mannschaftsmeisterschaft. Mit nunmehr 30 Punkten liegen sie weit vor dem RC Oberriet-Grabs, der am Samstag weitere acht Punkte auf sein Konto verbuchen konnte und nun auf dem zweiten Platz 18 Punkte hat. Tuggen kann sich somit bereits auf den Finaleinzug freuen, der RCOG muss noch bangen. Beide Mannschaften können nichts mehr an ihrem Punkteresultat ändern, denn für sie sind die Vorrunden abgeschlossen. Alle anderen Teams treten in 14 Tagen in Thalheim noch einmal an und drei Teams hätten die Möglichkeit, an Oberriet-Grabs vorbeizuziehen: Winterthur liegt an dritter Stelle mit 13 Punkten, dicht gefolgt von Uzwil und Einsiedeln mit je 10 Punkten. Da nur vier Teams am Final in Oberriet teilnehmen können, wird eine Mannschaft auf der Strecke bleiben. Die rheintalisch-werdenbergische Mannschaft des RCOG wird in zwei Wochen also kräftig die Daumen so drücken, dass sie die Gelegenheit hat, am Final der Jugend-Mannschaftsmeisterschaft vom 1. April, wo alles wieder bei Null beginnt, ihr Können zu zeigen.

Zur Belohnung gab es Medaillen für alle

Am Sonntag stellten sich 16 Kinderringer des RCOG tapfer das erste Mal auf eine Wettkampfmatte und harrten der Dinge, die da kommen mögen. Denn wo sonst soll man umsetzen lernen, was im Training so hart angeeignet wurde? Dazu wurden die ersten Wettkampferfahrungen gemacht, und eine der härtesten mag dabei das Verlieren sein. Dabei zeigt sich dann, wer ein wahres Stehaufmännchen ist und zurück auf die Matte findet. Als Belohnung durften zum Schluss alle Ringer stolz eine Medaille in Empfang nehmen, denn kaum einem war der Rang so wichtig wie dieses Metallding um den Hals. (dh)