RINGEN: Platz zwei für Oberriet-Grabs

In der Herbstrunde der Rheintalliga vermochte der RCOG vier von seinen fünf Begegnungen für sich zu entscheiden.

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Tinio Ritter (hinten) wendet in einem seiner Kämpfe erfolgreich einen Doppelbeinangriff an. (Bild: PD)

Tinio Ritter (hinten) wendet in einem seiner Kämpfe erfolgreich einen Doppelbeinangriff an. (Bild: PD)

Neun Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz traten am Sonntag den Weg nach Oberriet zur Herbstausgabe der Rheintalliga an. Favoriten auf den begehrten Siegerpokal gab es gleich mehrere. Trotz einer in den oberen Gewichten nicht vollständig vertretenen Mannschaft galt Oberriet-Grabs als einer von ihnen. Vor ­allem in den tiefen bis mittleren Gewichten weist man seit Jahren eine schlagfertige Mannschaft auf. Ebenfalls Titelkandidat ist der Frühlingsmeister KSK Klaus. Dank Top-Nachwuchsarbeit konnten die Vorarlberger gleich zwei Mannschaften stellen und somit aus einer Vielzahl von Ringern auswählen. Zum ersten Mal dabei war der VFK Eiche Radolfzell. Bis Wettkampfbeginn konnte man die Baden-Württemberger deshalb noch nicht richtig einschätzen. Die letzte Mannschaft im Favoritenkreis waren die Nachbarn aus Kriessern. Sie klassierten sich im Frühjahr auf dem zweiten Platz vor dem RCOG.

Mit Kriessern auf Augenhöhe

In den ersten zwei Begegnungen gegen den KSK Klaus II und ­Wolfurt-Mäder zeigte der RCOG-Nachwuchs, dass man im Kampf um den Titel gut gerüstet ist. Ge­gen Klaus II resultierte ein 37:7-Erfolg, Wolfurt-Mäder wurde mit 32:13 besiegt.

Dann kam es endlich zum heiss ersehnten Derby zwischen Kriessern und Oberriet-Grabs. Zu Beginn glichen sich die Mannschaften Kampf für Kampf aus. Bis 38 kg mussten die Gastgeber dann aber eine unerwartete Niederlage verkraften. Schweizer Meister Roman Kehl wurde vom Kriessner Reto Steger geschultert. Sirin Ritter war nun also ­gefordert, den Rückstand wieder aufzuholen. Dank eisernem Willen schaffte er nach einem 6:8-Rückstand die Wende und schulterte seinen Gegner ebenfalls. Die Chancen auf Sieg waren nun ­wieder intakt. Quintus Zogg nahm den Schwung gleich mit und legte Dano Obrist auf die Schultern. Zwei Punkte fehlten dem Heimteam noch, um das Ostschweizer Duell für sich zu entscheiden. Dorien Hutter liess dies jedoch nicht zu und schulterte im zweitletzten Kampf überraschend Janis Steiger. Nun lag es an Samuel Vetsch, mindestens einen Punkt zu holen, denn der RCOG hatte mehr Schultersiege auf dem ­Konto und hätte somit auch mit Gleichstand gewonnen. Gesagt, getan. Vetsch verbuchte trotz einer 1:3-Niederlage den nötigen Punkt und somit stand der RC Oberriet-Grabs mit einem Resultat von 22:22 als Sieger fest.

Knappe 22:24-Niederlage im Final

Im letzten Kampf wartete Rheintalliga-Neuling Radolfzell auf die Gastgeber. Früh zeigte sich, dass die Deutschen keineswegs zu unterschätzen sind und es ent­wickelte sich ein ähnlicher Matchverlauf wie gegen Kriessern. Dieses Mal ging der RCOG jedoch als Verlierer von der Matte. Trotz ­toller Teamleistung verlor man mit 22:24. Auch wenn die knappe Niederlage in der letzten Begegnung für Enttäuschung sorgte, zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden. Denn das gesetzte Ziel der Finalqualifikation wurde schliesslich erreicht. (mz)