Rindervirus taucht wieder auf

Auf drei Bauernbetrieben aus dem Linthgebiet ist die Rinderkrankheit BVD wieder ausgebrochen. Die betroffenen Betriebe sind gesperrt worden.

Anja Ruoss
Drucken
Teilen

UZNACH. Das Gerücht kursierte an den diversen Viehschauen: Die ansteckende Rinderkrankheit Bovine Virusdiarrhoe (BVD) soll in regionalen Betrieben wieder ausgebrochen sein. Jetzt ist es bestätigt: Drei Betriebe aus dem Linthgebiet haben BVD.

Die Krankheit, die sich jahrelang unaufhaltsam verbreitet hatte, wurde vor einigen Jahren mit einer gross angelegten Bekämpfungsphase vom Bund unter Kontrolle gebracht.

Eigentlich hätte die Krankheit sogar ganz ausgerottet sein sollen. Es gibt aber immer wieder einzelne Fälle, bei denen sie in einem Betrieb ausbricht – wie aktuell im Linthgebiet. Adrian Fäh, Leiter Abteilung Tiergesundheit beim Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kantons St. Gallen, bestätigt: «Seit Jahresbeginn gab es im Kanton St. Gallen fünf Betriebe mit BVD-Neuinfektionen. Dass im Linthgebiet gleich drei Betriebe von der Krankheit betroffen sind, ist eine leichte Häufung.»

Grund zur Sorge gebe es aber nicht. Die betroffenen Betriebe seien gesperrt worden. «Das bedeutet, dass die Tiere den Hof nicht mehr verlassen dürfen, bis der Betrieb nicht mehr verdächtig ist.» «Da ich einen Kälbermastbetrieb habe, ist das Risiko natürlich gross, ein infiziertes Tier dazuzukaufen», sagt der Eschenbacher Gemeinderat Andreas Büeler. Er steht mit Namen dazu, dass die Krankheit seinen Betrieb heimgesucht hat. Sein Hof ist momentan komplett gesperrt.

Aktuelle Nachrichten