Rheindämme im Unterrheintal werden verstärkt

ST. MARGRETHEN. Die Rheindämme zwischen Au, St. Margrethen und Mäder weisen auf beiden Seiten des Flusses punktuelle Schwachstellen auf. Die Internationale Rheinregulierung (IRR) hat daher als Sofortmassnahme den Einbau von Dichtwänden beschlossen.

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ST. MARGRETHEN. Die Rheindämme zwischen Au, St. Margrethen und Mäder weisen auf beiden Seiten des Flusses punktuelle Schwachstellen auf. Die Internationale Rheinregulierung (IRR) hat daher als Sofortmassnahme den Einbau von Dichtwänden beschlossen. Mit den Arbeiten wird am Dienstag begonnen, wie es in einer Mitteilung der IRR heisst.

Weitere Sondierungen nötig

Heikel ist die Dammsicherung im Trinkwassergebiet zwischen Au, St. Margrethen und Höchst. Weil sich dort wichtige Grundwasserfassungen befinden, dürfen die Dichtwände nicht zu tief in den Grund ragen. Beim Lehnenviadukt zwischen Au und St. Margrethen brauche es zunächst weitere Sondierungen, heisst es. Vor zwei Jahren war dort schon einmal sondiert worden, im Abstand von 100 Metern. Nun hat die Rheinbauleitung zusätzliche Rammsondierungen alle 50 Meter beschlossen.

Die geplanten Dichtwände sorgen dafür, dass bei Hochwasser der Sickerweg des Rheinwassers verlängert wird und sich dadurch der Druck auf die Dämme reduziert. Die Dichtwände als Sofortmassnahme seien aber nur ein erster Schritt, schreibt die IRR.

Höhere Abflusskapazität nötig

Das heutige Schutzziel von 3100 m³/s Abflusskapazität werde damit zwar sichergestellt. Das Sicherheitsniveau sei aber noch nicht auf den Oberlauf des Alpenrheins abgestimmt. Dazu brauche es nach den aktuellen Sicherungsmassnahmen eine Erhöhung der Kapazität auf 4300 m³/s.

Während der Sondierungen, die fünf Tage lang dauern, werden die Trinkwasserbrunnen im unmittelbaren Bereich der Arbeiten vorübergehend abgestellt. Vorher und nachher nehmen Fachleute Wasserproben, um die Wasserqualität zu überprüfen. (sda)