Restaurant Rössli ist erneut geschlossen

Nach der Familie Rüscher und der Rössli Werdenberg AG kehren nun auch Heinz Käser und Anja Jung dem Gasthof Rössli den Rücken. Per 31. Dezember 2015 schlossen sie das Restaurant. Nun steht die Liegenschaft zum Verkauf.

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Die Tür des Gasthauses Rössli bleibt vorerst geschlossen. (Bild: Alexandra Gächter)

Die Tür des Gasthauses Rössli bleibt vorerst geschlossen. (Bild: Alexandra Gächter)

WERDENBERG. Kein Schild oder Plakat weist darauf hin, dass das Restaurant Rössli geschlossen ist. Dennoch ist die Türe verriegelt. Die Gastgeber Heinz Käser und Anja Jung von der Gasthof Rössli Werdenberg GmbH haben den Vertrag mit der Liegenschaftsbesitzerin, Lippuner Immobilien AG, im gegenseitigen Einvernehmen per 31. Dezember aufgelöst. Nun wird das Gasthaus gereinigt. Die Übergabe an die Besitzerin erfolgt Ende Januar.

Gebäude soll verkauft werden

Die Liegenschaft ist nun in verschiedenen Gastrozeitungen zum Verkauf ausgeschrieben. «Pachtinteressenten dürfen sich aber auch melden», sagt Niggi Lippuner, Mandatsbetreuer der Innovatis Treuhand AG, welche die Liegenschaften der Lippuner Immobilien AG verwaltet. «Es wäre nämlich schade, wenn das <Rössli> als Restaurant verloren geht, da es in einem sehr guten Zustand ist und eine grossräumige Küche hat. Zudem ist das Ambiente bemerkenswert und der Standort am Eingang des Städtlis ist sehr gut gelegen.» Für ein junges, motiviertes Wirtepaar wäre das Rössli ein ideales Restaurant, ist er überzeugt.

Unternehmerisches Denken

Die scheidenden Gastgeber, Heinz Käser und Anja Jung, haben das «Rössli» im Dezember 2013 übernommen. Davor leitete die von der Lippuner Immobilien AG gegründete Firma Rössli Werdenberg AG ein Jahr lang die Geschicke des Gasthofes. Es wurden ehemalige Mitarbeiter vom Grand Resort Bad Ragaz angestellt, welche zwischen ungefähr 22 und 30 Jahre alt waren. «Gekocht haben die beiden jungen Köche sehr gut. Aber das unternehmerische Denken war noch zu wenig ausgeprägt», sagt Niggi Lippuner weiter.

Die vorherigen Gastgeber, die Familie Rüscher, hatten Schwierigkeiten, gute Umsätze zu erzielen. Sie blieben vier Jahre im «Rössli» und sagten im Jahr 2012 gegenüber dem W&O, dass das «Rössli» die Auswirkungen der Wirtschaftskrise spüre. Es seien weniger Reisegruppen ins Städtli gekommen und jene, die noch kamen, hätten sich vermehrt aus dem Rucksack verpflegt. Das grösste Problem sei jedoch die Parkplatzsituation gewesen.

Situation war auch nicht besser

Vor Rüschers bekochte Marcel Senn 18 Jahre lang die Gäste des Restaurants Rössli. Seine Frau half als Gastgeberin tatkräftig mit. Ihr guter Ruf als Gastgeberpaar hallt bis heute nach. Die Parkplatzsituation war übrigens damals auch nicht besser aus heute. (ag)

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