Relativ geringe Schäden durch die Wildschweine

REGION. Im Gebiet zwischen Wartau und Buchs sind Wildschweine am Werk. Auf der Suche nach Futter verursachen sie gelegentlich Landschäden. Verglichen mit stärker betroffenen Gebieten in der Schweiz kommt das Werdenberg und das Obertoggenburg aber fast unbescholten davon.

Corinne Hanselmann
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REGION. Im Gebiet zwischen Wartau und Buchs sind Wildschweine am Werk. Auf der Suche nach Futter verursachen sie gelegentlich Landschäden. Verglichen mit stärker betroffenen Gebieten in der Schweiz kommt das Werdenberg und das Obertoggenburg aber fast unbescholten davon.

«Es sind etwa 20 bis 40 Tiere in der Region Buchs-Sevelen-Wartau unterwegs», vermutet Wildhüter Silvan Eugster und bestätigt, dass der Bestand in seinem Gebiet in den vergangenen zwei Jahren etwas zugenommen hat.

Auf der Suche nach Futter graben die Wildschweine mit ihrer Nase im Waldboden und in Wiesen. Dort finden die Allesfresser beispielsweise Engerlinge, Würmer, Schnecken oder Blumenzwiebeln. Auch an landwirtschaftlichen Kulturen wie Weizen und Mais verpflegt sich das Schwarzwild. Das sei aber im Werdenberg bisher nicht vorgekommen, sagt Eugster weiter.

Aargau und Tessin betroffen

Laut dem Toggenburger Wildhüter Urs Büchler sind in seinem Aufsichtsgebiet zurzeit nur sehr wenige Wildschweine unterwegs. Diese würden gegenwärtig kaum Schäden anrichten. «Die 1200 bis 1500 Meter über Meer sind für die Wildschweine aufgrund der Schnee- und Wetterlage ein eher ungünstiger Lebensraum», ergänzt er.

Im Vergleich mit anderen Kantonen ist St. Gallen nicht stark betroffen. 44 Tiere sind hier beispielsweise 2013 geschossen worden. Diese Zahl ist im Vergleich mit dem Tessin (1378), Aargau (1226) oder Basel-Landschaft (465) sehr klein. Auch die Schäden sind dort deutlich grösser und häufiger. 2014 waren im Werdenberg sieben, im Obertoggenburg gar keine Abschüsse zu verzeichnen.

Einfachere Schadensabwicklung

Entstehen Schäden durch Schwarzwild, wird die Schadenssumme (die oft im Rahmen von einigen hundert Franken liegt) durch den zuständigen Wildhüter geschätzt. Daraufhin wird der Landbesitzer zur Hälfte von den für das Revier zuständigen Jagdgesellschaften und zur Hälfte vom Kanton entschädigt. Auf Anfang 2016 wird diese Regelung geändert und vereinfacht: Dann wird die Schadensentschädigung komplett vom Kanton übernommen. • DIE DRITTE

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