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REGION/ST.: Vernünftig, richtig, zwingend

Gallen Heute Dienstag, am zweiten Tag der Junisession, wird der Kantonsrat den Beschluss über Erneuerung und Umbau des Theaters St. Gallen beraten. Wie sind Werdenberger Parlamentarier dazu eingestellt?

Der Kantonsratsbeschluss über Erneuerung und Umbau des Theaters St. Gallen ist im Rat umstritten. Einige Kantonsratsmitglieder aus der Region Werdenberg sagen, warum sie den Beschluss zur Sanierung des Theaters St. Gallen ablehnen oder gutheissen werden.

Dürr: «Sanierung die einzige vernünftige Möglichkeit»

Jeder Besitzer einer Liegenschaft weiss, dass diese von Zeit zu Zeit saniert werden muss. Dies ist auch beim 50-jährigen Stadttheater der Fall. Wesentliche Teile der Haustechnik und der Strominstallationen sind zu ersetzen, weil sie nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen. Mit dem Umbau kann der Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadtwerke vorbereitet werden. Die sanitären Anlagen sollen ersetzt und technische Einrichtungen rund um die Bühne und die Künstlergarderoben dem aktuellen Stand angepasst werden. Um den Sitzkomfort zu verbessern, ist eine neue Theaterbestuhlung vorgesehen, und verschiedene Anpassungen im Bereich der Akustik sollen den Theaterbesuch zu einem besonderen Erlebnis machen. Dass dabei zusätzlicher Raumbedarf geschaffen wird, leuchtet ein. Der grösste Teil der geplanten Arbeiten ist werterhaltend. Ich stimme dem Vorhaben zu, weil diese Totalsanierung die einzige vernünftige Möglichkeit ist, dieses geschützte Gebäude weiterhin als Stadttheater zu nutzen.

Toldo: «Wichtige und richtige Investition»

Das Theater St. Gallen ist in die Jahre gekommen und soll für 48,6 Mio. Franken saniert werden. Die konkreten Mängel des rund 50-jährigen Gebäudes sind augenfällig. Ein undichtes Dach, verzogene Haupteingangstüren, eine veraltete, zum Teil defekte Haustechnik sowie veränderte Ansprüche an den heutigen Theaterbetrieb machen eine umfassende Instandsetzung unabdingbar. Heute werden weder energetische, sicherheitsrelevante noch arbeitsplatztechnische Vorschriften eingehalten.

Alternativ stellt sich die Frage eines Neubaus. Dieser wird mit circa 80 Mio. Franken veranschlagt. Neben den viel höheren Kosten fehlt auch ein geeigneter Alternativstandort. Ein Rück- und Neubau ist ausgeschlossen, da das heutige Theatergebäude unter Denkmalschutz steht. Sanierungen würden zusätzlich anfallen. Für mich keine gute Option. Das Theater St. Gallen bietet seit über 200 Jahren für die Bevölkerung der Ostschweiz ein vielfältiges und reichhalti- ges Mehrspartenangebot mit Musik, Schauspiel und Tanz. Ich stehe hinter diesem Angebot und stimme dem Sanierungskredit zu.

Ludwig Altenburger: «Sanierung ist zwingend»

Die Aufgabenteilung ist in der Kulturpolitik insbesondere dadurch geregelt, dass der Kanton durch die Förderung von Kulturbauten Schwerpunkte bilden soll. Der Kantonsrat verabschiedete 2009 ein Gesetz, das die Übernahme der Gebäude und Theater beinhaltete. Dem Gesetz über Beiträge an die Genossenschaft Konzert und Theater stimmten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2009 zu. Das Gesamtprogramm des Theaters mit seinen Konzerten, experimentellen Tanz- und Theaterwerken, musikalischem Unterhaltungstheater, Opern und Kindertheater zeigt seine wichtige Rolle im Kulturangebot des Kantons. Wie das Werdenberger Kleintheater fabbriggli oder das Schloss Werdenberg leistet das Theater St. Gallen einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität des Kantons und zu unserer Region als begehrter Wohn- und Wirtschaftsstandort. Das 1968 eröffnete Theater, das sehr gut in die Umgebung mit Stadtpark und Tonhalle eingepasst ist, erfordert nun zwingend Sanierungsmassnahmen. Ich unterstütze die Vorlage zur Sanierung.

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