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REGION: Zwischen Wunsch und Realität

Weil bei vielen Haltestellen an den Gemeindestrassen im W&O-Gebiet das Trottoir oder der Platz fehlt, werden sie gar nicht behindertengerecht ausgebaut werden können.
Hanspeter Thurnherr
Die Haltestelle beim Haus Wieden in Buchs verfügt als eine der wenigen im Werdenberg über eine 22-Zentimeter-Kante, was den Ein- und Ausstieg mit Rollator und Rollstuhl erleichtert. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die Haltestelle beim Haus Wieden in Buchs verfügt als eine der wenigen im Werdenberg über eine 22-Zentimeter-Kante, was den Ein- und Ausstieg mit Rollator und Rollstuhl erleichtert. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Bis im Jahr 2023 muss der Zugang zum öffentlichen Verkehr für Gehbehinderte hindernisfrei sein. So will es das Behindertengleichstellungsgesetz An den Haltestellen an Gemeindestrassen ist dieses Ziel nicht erreichbar (siehe Frontseite). Doch wie sieht die aktuelle Lage in den einzelnen Gemeinden aus?

Auf dem Stadtgebiet von Buchsgibt es 5 Haltestellen an der Linie 300 Richtung Altstätten, 7 an der Linie 400 Richtung Sargans und 26 Haltestellen an der Linie 401 Grabs-Buchs-Räfis (Buchser Ortsbus). Einige Haltestellen werden von mehreren Linien angefahren, so dass die Zahl effektiver Haltestellen kleiner ist. Gemäss Jürg Ragettli, Leiter Bau der Stadt Buchs, ist erst die Haltestelle beim Altersheim Haus Wieden behindertengerecht ausgebaut.

Buchs kommt «ins Rollen»

Zurzeit werde aber am Bahnhofplatz der Bushof neu gebaut. Er erhalte letztlich sieben behindertengerechte Haltekanten. Diese werden in Absprache mit den Busunternehmen die vom Gesetz geforderte minimale Kantenhöhe von 16 Zentimetern erhalten (siehe Box). Diesen Sommer habe der Stadtrat das Betriebs- und Gestaltungskonzept St. Gallerstrasse–Churerstrasse verabschiedet. «Dieses sieht vor, dass weitere Haltestellen an der Kantonsstrasse mit behindertengerechten Haltekanten ausgebildet werden, insbesondere die Haltestelle Rathaus», ergänzt Ragettli.

Gams zählt auf seinem Gemeindegebiet 22 Haltestellen an den inzwischen drei Linien Richtung Toggenburg, Sennwald und Bendern. Davon ist eine angepasst, wie Armin Wessner, Leiter Bauverwaltung, erklärt. Noch gebe es keinen «Fahrplan», welche Haltestellen wann angepasst werden. Klar ist für Wessmer, dass gewisse Haltestellen keine Anpassung zulassen.

Gemäss Michael Ackermann, Leiter Bereich Bau, hat die Gemeinde Sevelen nebst den zehn Haltestellen entlang der Kantonsstrassen keine weiteren Haltestellen. Wie Florin Scherrer vom kantonalen Tiefbauamt sagt, ist man durch die Ablehnung des Betriebs- und Gestaltungsprojektes durch die Bürgerschaft «wieder auf Feld 1» zurückgeworfen. Trotzdem werde man im Zuge der Anpassung des Fussgängerstreifens auch die Haltestelle Veltur behindertengerecht umsetzen. Auch in der Gemeinde Sennwald werde im Zuge von Sicherheitsverbesserungen bei der Raiffeisenbank (hier liegt das Projekt öffentlich auf) und Hofstatt in Salez die Haltestelle behindertengerecht umbauen, sagt Scherrer.

In der Gemeinde Wartau mit 16 Haltestellen liegen neun an einer Kantonsstrasse. Gemäss Gemeindepräsident Beat Tinner ist davon keine bereits behindertengerecht angepasst. Im Zuge von Strassensanierungen werde aber die Behindertentauglichkeit geprüft. Derzeit erarbeite der Kanton punktuelle Sanierungsmassnahmen. In diesem Rahmen würden die stark frequentierten Bushaltestellen Post und Dornau in Trübbach angepasst. Bei vielen Gemeindestrassen halte der Bus auf der Strasse an. Da sei, weil oft kein Trottoir vorhanden sei, keine Anpassung möglich. Somit brauche es hier die Klapprampe.

In Grabs ist letztes Jahr die Haltestelle Industrie an der St. Gallerstrasse auf einer Seite behindertengerecht ausgebaut worden.

Im Rhythmus der Bauprojekte

In Wildhaus-Alt St. Johann gibt es neun Haltestellen für das Postauto. «Davon ist eine behindertengerecht ausgebaut», sagt Bruno Egloff, Vorsteher im Bauamt der Gemeinde. In den nächsten ein, zwei Jahren soll in Wildhaus der Dorfplatz samt Postauto-Haltestellen neu gestaltet werden. Im Zuge der Sanierung der Strassenbeleuchtung zwischen Wildhaus und Starkenbach werde die Haltestelle Wäldi behindertengerecht angepasst. In Planung sei ein Bauprojekt zur Verbesserung der Situation für Fussgänger beim Lisighaus. Gleichzeitig würde die Haltestelle angepasst. Die Haupthaltestellen in Alt St. Johann und Unterwasser seien hinter der Post versteckt, spricht Egloff eine der Herausforderungen an.

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