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REGION: Zauberwort «Optimierung»

Die Regierung des Kantons St.Gallen hat eine Gesamtverkehrsstrategie verabschiedet. Darin beschreibt sie für jede Region die Herausforderungen und die Stossrichtung bei allen drei Verkehrsarten.
Hanspeter Thurnherr
Im Blick hat die Regierung insbesondere die Staus bei den Rheinübergängen von und nach Liechtenstein. (Bild: Corinne Hanselmann)

Im Blick hat die Regierung insbesondere die Staus bei den Rheinübergängen von und nach Liechtenstein. (Bild: Corinne Hanselmann)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Für die Region Sarganserland-Werdenberg sieht die Regierung besondere Herausforderungen im Pendlerverkehr von und nach Liechtenstein. Sie sieht auch eine geringere Konkurrenzfähigkeit des öffentlichen Verkehrs (ÖV) gegenüber dem Motorisierten ­Individualverkehr (MIV) wegen der längeren Fahrzeiten – und weil die Haltestellen teilweise «be­achtlich entfernt von Siedlungszentren» liegen. Dazu kommt eine geringe Nachfrage in den Randzeiten und Randräumen. Hinderlich sind auch die drei verschiedenen Tarifsysteme im ÖV. Andererseits sieht die Regierung in der Region nicht ausgeschöpfte Potenziale für den Fuss- und Veloverkehr (FVV). Deshalb wird insbesondere an zusätzliche Brücken über den Rhein gedacht.

Die Rheinübergänge ­optimieren

Die Erreichbarkeit, insbesondere von und nach Liechtenstein, soll beispielsweise durch Verkehrsmanagement und -steuerung sowie durch Optimierung im ÖV ­sichergestellt werden. Konkret sollen die Rheinübergänge optimiert und die Zentren vor Transitverkehr geschützt werden, indem die Verkehrsströme auf die A13 gelenkt werden.

Die Regierung möchte Buchs und Sargans als Bahnknoten ­festigen. Die Tarifgestaltung soll koordiniert werden. Das Bahn­angebot soll in Richtung St. Gallen, Zürich und Chur ausgebaut ­werden. Als wichtig für die Region wird der Eurocity-Halt in St. Margrethen (Verbindung nach München) erwähnt. Im lokalen Verkehr soll das Bahnangebot nach Liechtenstein und Österreich, aber auch in Richtung Chur und das St. Galler Rheintal auf­gewertet werden. Für den kombinierten Verkehr sollen die Infrastrukturen an den Bahnhöfen ausgebaut werden.

Das kantonale Raumkonzept bildet den zentralen Rahmen für die Strategie. Der Kanton soll vor allem dort wachsen, wo bereits jetzt die besten Voraussetzungen dafür bestehen. Das sind zum Beispiel zentrale und gut erschlossene Gemeinden und Ortsteile. Damit sollen weniger Strassen neu- oder ausgebaut und das vorhandene Angebot des öffentlichen Verkehrs besser genutzt werden.

Regierung legt vier Oberziele fest

Die Gesamtverkehrsstrategie selbst legt keine Massnahmen fest. Sie definiert Handlungs­felder und gibt Hinweise für die Umsetzung von Massnahmen. Die Regierung hat vier Oberziele festgelegt:

• Die Erreichbarkeit innerhalb des Kantons und insbesondere der urbanen Verdichtungsräume wird auf dem heutigen Niveau ­sichergestellt. Die Erreichbarkeit nach aussen, insbesondere in Richtung Zürich und München, wird verbessert.

• Die verkehrsbedingte Belastung von Bevölkerung und natürlicher Umwelt sowie der Ressourcenverbrauch pro Kopf vermindern sich gegenüber heute.

• Die Bedürfnisse aller Personen, insbesondere der schwächeren Verkehrsteilnehmenden, werden angemessen berücksichtigt. Die Verkehrssicherheit wird gegenüber heute erhöht.

• Die langfristige Finanzierbarkeit des Gesamtverkehrssystems wird sichergestellt. Der Nutzen des Finanzmitteleinsatzes muss weiter erhöht werden.

Die Gesamtverkehrsstrategie ist die Grundlage für drei Vor­haben: die Überarbeitung des Richtplans, das 17. Strassenbauprogramm 2019–2023 und das 6. ÖV-Programm 2019–2023. Sie wird dem Kantonsrat im nächsten Jahr vorgelegt.

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