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REGION: «Wir haben frühzeitig informiert»

Die neue Steuerpraxis für Spital- und BZB-Mitarbeiter aus Liechtenstein wurde bewusst erst auf Anfang 2018 in Kraft gesetzt. Gemäss kantonalem Steueramt gab ihnen das Zeit, sich über die Auswirkungen gut zu informieren.
Thomas Schwizer
Zahlreiche Mitarbeitende aus Liechtenstein, die im Spital Grabs arbeiten, haben weniger Lohn auf ihrem Konto, weil sie neu in der Schweiz Quellensteuer zahlen müssen. (Bild: Olivia Hug)

Zahlreiche Mitarbeitende aus Liechtenstein, die im Spital Grabs arbeiten, haben weniger Lohn auf ihrem Konto, weil sie neu in der Schweiz Quellensteuer zahlen müssen. (Bild: Olivia Hug)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Leserbriefe in den Liechtensteiner Zeitungen belegen: Manche Mitarbeitende der Spitäler Grabs und Walenstadt sowie des Kantonsspitals St. Gallen und des Berufs- und Weiterbildungszentrums Buchs (BZB) wurden von der Höhe der neu in der Schweiz zu entrichtenden Quellensteuer überrascht. Mit einer Verständigungsvereinbarung zwischen den beiden Ländern wechselte das Steuerregime für ihren Lohn auf Anfang 2018 von ihrem Wohnsitz-Land Liechtenstein in die Schweiz (siehe Titelseite).

Frühzeitig über die Änderungen informiert

Allerdings betonen alle Involvierten, dass sie bereits Ende April 2017 die von dieser Änderung der Steuerpraxis betroffenen Mitarbeitenden aus Liechtenstein informiert haben. Nämlich dass sie ab 2018 in Liechtenstein das Einkommen nicht mehr versteuern müssen, ihnen dafür vom Arbeitgeber beim monatlichen Lohn direkt die Quellensteuer abgezogen wird.

Man habe auf liechtensteinischen Wunsch bewusst die Änderung der Steuerpraxis an diesen fünf öffentlichen Institutionen im Kanton St. Gallen erst auf den 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt, sagt Felix Sager, Leiter des Steueramtes Kanton St. Gallen. So habe man den Betroffenen Zeit gegeben, um sich eingehend über die Auswirkungen der Quellensteuerpflicht zu informieren und sich auf die neue Situation einzustellen.

Das kantonale Steueramt teilte auf Anfrage des W&0 mit, dass es die betroffenen Arbeitgeber mit Schreiben vom 24. April 2017 über die Neuregelung ab 1. Januar 2018 orientiert hat. Es bat sie, die betreffenden Arbeitnehmenden umgehend zu informieren. Informiert wurden auch die Vorsorgeeinrichtungen der Arbeitgeber – denn auch Neurenten und Kapitalleistungen aus der 2. Säule, also der beruflichen Vorsorge, der Arbeitnehmer werden neu vom Kanton St. Gallen besteuert. Weiter hat das kantonale Steueramt St. Gallen auf seiner Website informiert.

Das Fürstentum Liechtenstein hat zudem die Arbeitnehmenden ebenfalls in einem Schreiben informiert. Das bestätigt die Steuerverwaltung Vaduz: «Die betroffenen Arbeitnehmenden wurden im Schreiben vom 24. April 2017 auf die schweizerischen Tarife und Merkblätter betreffend die Quellenbesteuerung in der Schweiz hingewiesen.» Betreffend der im Einzelfall zur Anwendung gelangende Quellensteuer wurden sie laut der Steuerverwaltung in Vaduz an ihren Arbeitgeber verwiesen, da diese die nötigen Informationen hätten.

BZB: «Deutlich höhere Besteuerung war allen klar»

Das BZB habe die vom neuen Steuerregime betroffenen Mitarbeitenden nicht direkt informiert, da dies mit dem Schreiben der Steuerverwaltung des Fürstentums Liechtenstein direkt geschehen sei. Auf Anfrage einzelner Mitarbeiter habe das BZB diese über die Höhe der Quellensteuer orientiert, teilte Rektor Beni Heeb auf Anfrage des W&O mit. Zudem seien sie durch das BZB am 9. Mai 2017 schriftlich mit dem Dokument des Landtags orientiert worden, «das bezüglich der Durchsetzung des Besteuerungsrechts des Kantons St. Gallen gegenüber Liechtenstein zusätzliche Transparenz schaffte».

Grundsätzlich sei allen Betroffenen klar gewesen, dass die Steuer ab 2018 deutlich höher ausfallen werde. Entsprechend habe es bisher beim BZB auch keine Rückmeldungen betreffend der beim Januarlohn vorgenommenen Quellensteuerabzüge gegeben.

Steuerrechner für Quellensteuer

www.comparis.ch/steuern/ quellensteuerrechner/ quellensteuer

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