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REGION: Wie intelligente Dinge die Welt verändern

Das Internet der Dinge hat längst alle Lebensbereiche erfasst. Es bringt uns zu Hause mehr Komfort und sorgt in den Unternehmen für mehr Effizienz und Produkte nach Mass. Eine Annäherung an Funktionsweise, Chancen und Risiken.
Ursula Wegstein
Klein und billig: Der Raspberry Pi ist ein Computer, der für viele Anwendungen programmiert werden kann. (Bild: Ursula Wegstein)

Klein und billig: Der Raspberry Pi ist ein Computer, der für viele Anwendungen programmiert werden kann. (Bild: Ursula Wegstein)

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

Daheim, unterwegs im Auto, bei der Arbeit oder bei der alltäg­lichen Kommunikation: «Smarte Gegenstände» begegnen uns täglich und fast überall. Sie sollen uns bei unseren Tätigkeiten unterstützen, ohne abzulenken oder aufzufallen. Im Gesundheitswesen und bei der Energieversorgung können vernetzte Geräte unser Verhalten positiv beeinflussen oder den Energieverbrauch senken – zum Beispiel Fitnessarmbänder, die Schritte, Puls oder die Herzfrequenz messen, oder intelligente Steuerungen für Heizung und Lüftung.

Ein Spiegel, der die Entwicklung von Falten registriert, ist inzwischen genauso auf dem Markt wie die Strampelhose, ­welche die Körperaktivitäten des Babys überwacht. Das Internet der Dinge soll uns Arbeit ab­nehmen oder Probleme lösen. So erlauben intelligente Überwachungs­systeme Älteren und Gebrechlichen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen.

Suche nach neuen Anwendungen

Hinter dem Begriff «Internet der Dinge» verbirgt sich eine Technik, die alltägliche Geräte über Sensoren und das Internet mit­einander verbindet. Sie sammeln Daten, bearbeiten Informationen und kommunizieren über das Internet ohne jedes mensch­liche Zutun mit Smartphones, Com­putern oder andern Gegen­ständen.

Für viele Unternehmen er­geben sich daraus neue Geschäftsfelder. Die Vision ist die sich selbst organisierende Fabrik. «Wir beschäftigen uns mit dem Thema Internet der Dinge, weil unsere Kunden die Internetfähigkeit unserer Produkte nachfragen. Gleichwohl wissen viele gar nicht so genau, was sie eigentlich wollen», so Thomas Vogt, Geschäftsführer der Adlos AG, Balzers, gegenüber dem W&O. Mit der Zielsetzung, neue Produkte mit dem Kunden zu entwickeln, konnte man schon in manchen Projekten erfolgreich mit der NTB zusammenarbeiten. Da sei es durchaus nicht einfach, die richtige neue Applikation zu finden. «Ein cooles Teil hat man schnell auf dem Tisch. Daraus aber einen relevanten Mehrwert für einen Kunden zu generieren, für den dieser auch bereit ist, etwas zu bezahlen, ist noch einmal etwas anderes», sagt Thomas Vogt weiter.

Auf diesem zukunftsträchtigen Betätigungsfeld gebe es noch ­viele Möglichkeiten: Viele Applikationen seien noch nicht richtig umgesetzt worden. «Die eigentliche Idee einer neuen Entwicklung ist oftmals schnell realisiert. Das Aufwendige ist dann aber, zu erreichen, dass ein Produkt auch robust, langlebig und insbesondere sicher ist», fasst Thomas Vogt zusammen.

Unkontrollierte Datenflüsse und Sicherheitslücken

Wenn alle Dinge vernetzt sind und sogar Spiegel und Teddybär eine IP-Adresse haben, entstehen immer grössere Datenmengen, die gespeichert und ausgewertet werden. Wichtig ist, sowohl die Daten als auch die Geräte selbst vor unberechtigten Zugriffen zu schützen.

Das grösste Risiko stellen gemäss der Datenschutzstelle Vaduz unkontrollierte Datenflüsse dar. Wie bei einem Puzzle ergibt sich aus den, von intelligenten Dingen gesammelten Daten der verschiedenen Lebensbereiche, ein Gesamtbild einer Person: Verhaltensmuster, soziale Beziehungen, Konsumverhalten, Interessen oder Aufenthaltsorte können für sich oder in Kombination mit anderen Daten Personenprofile erstellen, die vor zweckfremder Nutzung geschützt werden müssen. Das ist in den Ausführungen auf der Homepage der Datenschutzstelle Vaduz zum Thema Internet der Dinge zu lesen.

Kameras, Lautsprecher, Mikro­fone und GPS: Mit dem Internet der Dinge finden auch poten­zielle Überwachungswerkzeuge Einzug in private Lebensbereiche. Jeder intelligente Gegenstand ist zudem ein mögliches Einfallstor für Hackerattacken. Im vergangenen Jahr legten Hacker über -Sicherheitslücken in vernetzten Geräten zahlreiche Websites wie Twitter oder Netflix lahm. Wo im Computerbereich Virenscanner oder automatische Updates für mehr Sicherheit sorgen, schafft das Internet der Dinge zahlreiche neue Angriffsflächen. Hier besteht enormer Handlungsbedarf, zuallererst seitens der Hersteller.

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