REGION: Wie ernst gemeint ist das Bahn-Übernahmeangebot?

Wieder herrscht ein Kampf unter den beiden grossen Obertoggenburger Bergbahnen. Das aktuelle Aktienkaufangebot wirft einige Fragen auf, die bisher unbeantwortet bleiben.

Thomas Schwizer
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Gemeinsames Tourismusgebiet, unterschiedliche unternehmerische Ansichten: Die Toggenburg-Bergbahnen wollen zu einem sehr tiefen Preis die Aktienmehrheit der Bergbahnen Wildhaus erwerben (hier deren Talstation). (Bild: Heini Schwendener)

Gemeinsames Tourismusgebiet, unterschiedliche unternehmerische Ansichten: Die Toggenburg-Bergbahnen wollen zu einem sehr tiefen Preis die Aktienmehrheit der Bergbahnen Wildhaus erwerben (hier deren Talstation). (Bild: Heini Schwendener)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Wieder einmal hohe Wellen im Obertoggenburg: Die Toggenburg Bergbahnen AG (TBB) will bis am 23. Juni die Mehrheit der Namenaktien der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) erwerben, wie sie per Inserat ankündigte. Und das zu einem Spottpreis: 25 Franken bietet die TBB pro BBW-Aktie. Diese war in den letzten 360 Tagen auf der Plattform OTC-X zwischen 160 und 200 Franken wert.

Bei der BBW zeigt man sich überrascht über das feindliche Übernahmeangebot. Seitens der TBB hält man sich auf Anfrage bedeckt. Es gehe um die Rettung des gemeinsamen Skitickets, ist deren Inserat zu entnehmen (Ostschweiz am Sonntag vom 4. Juni). Die Ortsgemeinde Grabs, Grundbesitzerin des Gebietes, auf dem die beiden Bergbahnen stehen, hat bei der – zeitlich auf vier Winter begrenzten – Verlängerung des Billettverbundes der beiden Obertoggenburger Bahnen eine wichtige Rolle gespielt. Ihr Präsident Hans Sturzenegger kann nicht nachvollziehen, was die Toggenburg Bergbahnen AG mit dem Übernahmeangebot erreichen will.

Die Präsidentin des TBB-Verwaltungsrates, Mélanie Eppenberger, hat sich bisher auf An- fragen noch nicht geäussert. Wenigstens hat sie gestern Dienstagnachmittag Informationen in Aussicht gestellt. 3