REGION: Wenn auf einmal alle Kinder nur noch spinnen

Der Fidget Spinner ist weltweit der aktuellste Hit. Der Hype um das neue Trendspielzeug hat nun auch die Region erfasst. Einen zu bekommen, gleicht einer Odyssee.

Ursula Wegstein
Drucken
Teilen
Das neueste Trendspielzeug Fidget Spinner übt auf die Kinder und Jugendlichen eine grosse Faszination aus. (Bild: Ursula Wegstein)

Das neueste Trendspielzeug Fidget Spinner übt auf die Kinder und Jugendlichen eine grosse Faszination aus. (Bild: Ursula Wegstein)

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

Es gibt ihn in allen erdenklichen Farben. Sogar mit Glitzereffekt. Oder leuchtend in der Nacht. Alle wollen ihn haben. Ein kleines farbiges Ding mit sieben cm Durchmesser. Eine Art flacher Kreisel oder Propeller mit drei Rotoren, die wie flache Flügel um ein Kugellager kreisen. Die Flügel sind mit Gewichten versehen: Das ist der Fidget Spinner. Und der liegt momentan voll im Trend. Auch hier in der Region ist dieses «must-have» der letzte Schrei und auf jedem Pausenplatz von Primar- und Sekundarschulen nicht mehr wegzudenken.

Im Unterricht selbst darf er eher nicht benutzt werden. Hat man ein Exemplar von halbwegs passabler Qualität in den Händen, das kein Geräusch macht, kann er allerdings heimlich unter der Schulbank zum Einsatz kommen, wie auf einem Pausenplatz in Buchs von Schülerinnen der Mittelstufe zu erfahren war.

Gerade überall ausverkauft

Der Name «Fidget Spinner» selbst kommt aus dem Englischen: «fidget» steht für «Unruhe» und «to spin» bedeutet «sich drehen». Hält man den Fidget Spinner an seinem Mittelpunkt locker zwischen Zeigefinger und Daumen, lassen sich die drei flachen «Beine» mit einem kräftigen Schwung vorwärts und rückwärts drehen. Mit etwas Geschick lässt sich das Ganze auch allein auf einem Finger oder sogar auf der Stirn, dem Kopf, der Nasen-oder Zehenspitze balancieren.

Das Ding lässt sich auch werfen und wieder auffangen. Tatsächlich entpuppt sich das Wunderstück in trainierten Händen durchaus als Tausendsassa, wie der Anzahl und Vielfalt aller erdenklichen Tricks auf Youtube zu entnehmen ist. Zehn bis zwanzig Sekunden rotiert und surrt so ein Teil für gewöhnlich. Bessere Qualitäten drehen durchaus auch wesentlich länger.

Wo dieser Hit genau seinen Anfang nahm, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass keiner der grossen Spielwarenhersteller dahintersteht. Seit die Euphorie angefangen hat, ist die Beliebtheit und die Nachfrage nach diesem Spielzeug rasant angestiegen. Die günstigste Version ist bereits ab etwa 5.90 Franken zu haben. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt: Es gibt auch die Premium- und Luxusversion von ein- bis zweihundert Franken, wie von Thomas Heilig von Mikado in ­Vaduz zu erfahren ist.

Eine Charge von bis zu vierzig Stück dieses Teils ist regelmässig innerhalb eines Tages ausverkauft. In der Region ist zu vernehmen, dass in circa zwei Wochen mit neuem Nachschub zu rechnen ist. Auf galaxus.ch ist von sieben bis neun Tagen Lieferzeit die Rede. Gewiss läuft die Produktion derzeit in China auf Hochtouren und der Nachschub rollt bald wieder.3

Aktuelle Nachrichten