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REGION: Weniger Straftaten, dafür schwerere

Die Anzahl Straftaten ist im Jahr 2017 im Kanton St. Gallen wie auch in der W&O-Region leicht gesunken. Es gab weniger Diebstähle und Einbrüche, aber mehr schwere Gewaltdelikte.
Corinne Hanselmann, Daniel Walt
Trauernde vor dem Starbucks: Die Bluttat bewegt in St. Gallen. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 13. August 2017))

Trauernde vor dem Starbucks: Die Bluttat bewegt in St. Gallen. (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 13. August 2017))

Corinne Hanselmann, Daniel Walt

redaktion@wundo.ch

Die Kantonspolizei präsentierte die Kriminalstatistik am Montag vor den Medien. Im Jahr 2017 wurden 24545 Delikte erfasst, rund 1100 weniger als im Vorjahr. Parallel zur leicht abnehmenden Gesamtkriminalität habe die Komplexität zugenommen, hiess es. So stellten etwa Computer-Erpressung oder Straftaten über das Darknet die Polizei vor neue Herausforderungen (siehe Titelseite). Zudem war die Polizei mit einer massiven Zunahme der Zahl schwerer Gewaltdelikte wie Tötungsdelikte und schwere Körperverletzungen konfrontiert.

In der Polizeiregion Werdenberg-Sarganserland sind im vergangenen Jahr 2286 Straftaten nach dem schweizerischen Strafgesetzbuch (StGB) registriert worden. Das sind 7 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Polizeiregion Linthgebiet-Toggenburg waren es mit 2302 Taten 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Der kantonale Wert der StGB-Delikte ging um 4 Prozent zurück. Zwei Drittel dieser Taten richteten sich gegen das Vermögen – also Diebstahl, Sachbeschädigung oder Betrug. Die meisten StGB-Straftaten pro 1000 Einwohner, nämlich 39,3, gab es in der Region Werdenberg in Buchs. Auch die Straftaten nach Betäubungsmittelgesetz, also etwa Besitz, Handel oder Anbau von Drogen, gingen in der Region Werdenberg-Sarganserland um 7 Prozent zurück, in der Region Linthgebiet-Toggenburg stiegen sie an.

Am wenigsten Straftaten gab es im Bereich des Ausländergesetzes. Dazu gehören zum Beispiel rechtswidrige Ein-/Ausreise/Aufenthalt oder illegale Erwerbstätigkeit. 220 Tatbestände registrierte die Polizei im Werdenberg-Sarganserland, 120 im Linthgebiet-Toggenburg.

Vollendete Tötungsdelikte in Sargans, Bazenheid, St. Gallen

Rückläufige Zahlen gab es bei Einbrüchen, Diebstählen, Raub, Drogendelikten, Brandstiftungen und Betrügereien. Um 8 Prozent zugenommen hat die Anzahl Sexualdelikte. Zu einer Zunahme kam es auch im Bereich der Delikte gegen Leib und Leben: Waren 2016 diesbezüglich noch 782 Delikte registriert worden, waren es im vergangenen Jahr 874, was 12 Prozent mehr entspricht. Augenfällig ist diesbezüglich insbesondere ein Anstieg der versuchten Tötungsdelikte von acht auf 15. Die vollendeten Tötungsdelikte hingegen haben von fünf auf drei abgenommen:

• 29. April 2017: Tötungsdelikt in Sargans; vor einem Clublokal kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern; der Täter erschiesst das Opfer mit einer Faustfeuerwaffe.

• 4. August 2017: Angriff in der St. Galler Marktgasse; der Täter greift einen im Aussenbereich des «Starbucks» sitzenden Mann an; im Rahmen einer Rangelei ersticht der Mann sein Opfer.

• 16. Oktober 2017: Tötungsdelikt in Bazenheid; zwischen zwei Brüdern kommt es im elterlichen Einfamilienhaus zum Streit; der Täter sticht mit einem Küchenmesser auf seinen Bruder ein –das Opfer verstirbt kurz nach seiner Einweisung ins Spital.

Von allen Delikten konnte die Polizei rund 58 Prozent aufklären. «Darauf sind wir stolz», sagte Stefan Kühne, Leiter Kriminalpolizei.

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