Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

REGION: Vom Baumstamm zum Holzhaus

Einen Tag lang Schweizer Holz hautnah erleben: Diese Möglichkeit bot sich am Samstag an vier Stationen in Gams und Salez. Dabei konnte die ganze Holzverarbeitungskette beobachtet und den Fachleuten bei der Arbeit über die Schulter geblickt werden.
Adi Lippuner
Ulrich Bernegger (Hobau Parkett AG, 2. von links) zeigt den Besuchern die Parkettvielfalt, hergestellt aus heimischem Rohstoff. (Bilder: Adi Lippuner)

Ulrich Bernegger (Hobau Parkett AG, 2. von links) zeigt den Besuchern die Parkettvielfalt, hergestellt aus heimischem Rohstoff. (Bilder: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch

Am Anfang jeder Holzverarbeitung steht die Arbeit im Wald. So zeigten die Forstbetriebe Werdenberg im Wald der Ortsgemeinde Gams, was es braucht, bis ein Baumstamm von seinem angestammten Platz abholbereit für die Sägerei ist. Doch nicht nur das Ernten des Holzes, auch die Pflege des Jungwaldes und die Aufrüstung von Energieholz gehört zu den Aufgaben der Forstbetriebe. Und weil der direkte Kontakt vor Ort auch eine Möglichkeit ist, Nachwuchs für Berufe rund ums Holz zu begeistern, lagen Informationsbroschüren auf.

Der Weg vom Ortszentrum Gams in den Wald der Orts­gemeinde konnte mit einem Shuttlebus zurückgelegt werden. Im Wald galt es dann, einen gut einstündigen Rundgang zu bewältigen. Dabei erlebten die Besucher, was es heisst, Holz zu schlagen, und welche Ausrüstung dazu benötigt wird.

Aus rund mach eckig

In der Sägerei von Peter Lippuner wurden aus den Baumstämmen Bretter. Der Unternehmer beschrieb seine Tätigkeit mit den Worten: «Bei uns wird rund zu eckig.» Es war beeindruckend zu sehen, wie eine Vollgattersäge, deren Blätter sich 300 Mal pro Minute bewegen, innert kürzester Zeit aus einem Baumstamm Bretter macht. «Wir verarbeiten ausschliesslich Holz aus der Region, und je näher wir den Rohstoff einkaufen können, desto lieber ist es uns», betonte Lippuner.

Auch bei der Sägerei sind die Veränderungen bei der Verwertung von Holz, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten gezeigt haben, spürbar. «Früher haben wir Balken für die Dachstühle nach den vom Zimmermann gefertigten Listen gesägt, heute wird auch aus Schweizer Holz Massenware produziert.» Zudem kämpfe die Branche mit dem Importdruck.

«Die Holzbranche ist darauf angewiesen, dass die Konsumenten nach dem einheimischen Rohstoff verlangen, denn dies hilft unserer ganzen Holzkette», so Peter Lippuner.

Moderne Holzbauten

Die Schöb AG ist weit über die Region hinaus bekannt für ihre modernen Holzhäuser. Diese werden zum grossen Teil in den geräumigen Fabrikationshallen erstellt. Für einmal bestand auf einem Rundgang Gelegenheit, nicht nur den Planern über die Schulter zu schauen, sondern auch zu erleben, wie einzelne Elemente für den Hausbau entstehen. Dabei staunten nicht nur Kinder, auch Erwachsene blickten den Mitarbeitenden mit Bewunderung zu.

Es ist wohl das schönste Kompliment, wenn eine Besucherin auf dem Rundgang voller Interesse nach der Grösse und Verwendung eines Elements fragt und dann mit sichtlichem Stolz anfügt: «Wir haben unser Haus durch dieses Unternehmen erstellen lassen und sind rundum glücklich.» Und weil Rundgänge durch weitläufige Fabrikationshallen müde, hungrig und durstig machen, gab es bei der Schöb AG auch die Möglichkeit, gemütlich in der Festwirtschaft zu ver­weilen.

Farbenvielfalt kennen lernen

Jedes Holz hat seine eigene Farbe, Härte und Struktur. Dies lernten die Besucher auf dem Rundgang in der Hobau Parkett AG beim Bahnhof in Salez. Unternehmer Ulrich Bernegger, ein «Hölziger von altem Schrot und Korn», wie er sich selbst bezeichnet, gab Einblick in die vielfältige Tätigkeit. «Bei uns stammt alles Holz aus den regionalen Wäldern und sorgt nach der Verarbeitung in den Häusern und Wohnungen für Behaglichkeit.»

Weil Holz ein idealer Werkstoff zum selbst Anpacken ist, konnten die Besucher eigen- händig ein Holzpuzzle und damit ein Unikat aus Schweizer Holz herstellen. Die Begeisterung von Ulrich Bernegger färbte sichtlich auf die Besucherinnen und Besucher ab, denn bei jeder Station, sei es im Bereich Holz und Wein, bei den Bodenbelägen oder in der Puzzleecke, liess es sich gut verweilen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.