REGION: Verkehrskontrollen gibt es nicht nur an Silvester

In der Silvesternacht wird viel Alkohol konsumiert. So mancher Automobilist versucht dann gerne einmal, die erlaubte Promillegrenze auszuloten. Oft wird sie dabei aber auch überschritten.

Nadine Schwizer
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Wer trinkt, fährt am besten überhaupt nicht. Das gilt auch für die Silvesternacht. (Bild: PD)

Wer trinkt, fährt am besten überhaupt nicht. Das gilt auch für die Silvesternacht. (Bild: PD)

Wer nach dem Alkoholgenuss noch fahren muss, tut gut daran, grosse Vorsicht walten zu lassen. Denn wie die Verkehrsunfall­statistik des Bundesamts für Strassen zeigt, verunfallen im Per­sonenwagen jährlich mehr Menschen als zu Fuss, auf dem Velo oder dem Motorrad zusammen. Fahren unter Alkoholeinfluss ist – neben erhöhter Geschwindigkeit und der Beteiligung von Junglenkern – einer der drei häufigsten Gründe dafür.

Im vergangenen Jahr wurden an Wochenenden mehr als doppelt so viele Todesopfer bei Unfällen unter Alkoholeinfluss verbucht als an normalen Wochentagen.

Die Polizei wird deshalb auch in der kommenden Neujahrsnacht wieder ihr Bestes geben, um zur Sicherung im Strassenverkehr beizutragen. Wie geht die Kantonspolizei St. Gallen mit der Silvesternacht um?

Florian Schneider, Mediensprecher der Kapo, sagt: «Alkohol ist im Strassenverkehr allgemein sehr oft im Spiel. Da spielt die Jahreszeit keine grosse Rolle. Wir machen immer Kontrollen.»

Und er fügt jedoch hinzu: «An Silvester sind wir sicher vermehrt unterwegs, und tendenziell sind jeweils mehr Leute im Einsatz. Dies aber nicht nur für Verkehrskontrollen, sondern auch, weil wir immer mehr Einsätze haben, wenn gefeiert und gefestet wird. Auch auf Feuerwerke, Sachbeschädigungen und mögliche Einbrüche will geachtet werden. Die ganze Palette, über die das ganze Jahr berichtet wird, kommt in der Neujahrsnacht zusammen.» Im Allgemeinen werde die Silvesternacht aber ähnlich wie jede andere Wochenendnacht behandelt. So werde wie so oft versucht, bei den vielen Lokalen und Festplätzen präsent zu sein, um eingreifen zu können, bevor etwas passiere, sagt Schneider.

Weitere Informationen über ihre Einsatzdoktrin gibt die Kantonspolizei nicht preis. Im Sinne der Verkehrssicherheit soll man mögliche Sünder ja auch nicht vorwarnen.

Auch am Morgen danach ist Vorsicht geboten

Im Schnitt baut der menschliche Körper pro Stunde lediglich 0,15 Promille Alkohol ab. Um nach zwei Kübeln Bier wieder nüchtern zu sein, benötigen wir also im Schnitt zehn Stunden Schlaf. Das heisst, es ist auch für jene, die das Auto in der Silvesternacht brav zu Hause oder bei der Feier stehen lassen, am nächsten Morgen noch Vorsicht geboten.

 

Nadine Schwizer