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REGION: Störungen vermindern

Der OV Buchs und die Naturschutzgruppe Salez beteiligen sich an einer IG für zwei Watvogelarten.

Der Alpenrhein ist schweizweit das wichtigste Brutgebiet für Flussuferläufer und Flussregenpfeifer. Neben Hochwassern machen beiden Vogelarten vor allem Störungen durch den Menschen zu schaffen. Eine überregionale Interessengemeinschaft kümmert sich nun um diese Problematik.

Der Verein Birdlife Sarganserland hat in den letzten drei Jahren zwischen Mastrils und Trübbach regelmässig die Bestände von Flussuferläufer und Flussregenpfeifer erfasst. In dieser Zeit wurden auf dem Flussabschnitt, trotz geeigneter Strukturen in den potenziellen Lebensräumen, auffallend wenige Individuen der beiden Vogelarten festgestellt. Dieser Umstand veranlasste den Verein Ende 2016, zusammen mit anderen Naturschutzorganisationen in den Kantonen Graubünden und St. Gallen sowie dem Fürstentum Liechtenstein, eine Interessengemeinschaft (IG) zur Förderung von Flussuferläufer und Flussregenpfeifer am Alpenrhein ins Leben zu rufen.

Der IG gehören auch der OV Buchs, die Naturschutzgruppe Salez und Natur Rüthi an. Fachliche Unterstützung erhält die IG von Birdlife Schweiz und der Vogelwarte Sempach. Der Projektperimeter erstreckt sich von Ilanz am Vorderrhein, bzw. Rothenbrunnen am Hinterrhein, bis zur Mündung der Ill in den Alpenrhein.

Neben den Hochwassern, deren Folgen durch das enge Korsett der beiden Dämme verstärkt werden, machen den beiden Watvögeln vor allem Störungen durch den Menschen zu schaffen. Besonders zur Brutzeit zwischen Ende April und Ende Juli reagieren sowohl Flussuferläufer als auch Flussregenpfeifer sehr empfindlich auf das Eindringen von Menschen und Hunden in ihren Lebensraum am Fluss. Die Kiesbänke des Alpenrheins sind in der Schweiz wohl der bedeutendste Lebensraum für diese beiden Vogelarten. Sie sind sehr an diesen Lebensraum angepasst. Hier im schmalen Bereich zwischen Wasser und Land finden sie ihre Nahrung, die vor allem aus Insekten und deren Larven besteht. Beide Vogelarten sind Offenbrüter, die Eier werden offen in Mulden im Kies, zwischen Steinen, gelegt. In der Schweiz sind beide Vogelarten auf der Roten Liste und gelten als stark gefährdet.

Gespräche mit Passanten, die den Alpenrhein und dessen Umgebung in ihrer Freizeit nutzen, zeigen, dass die beiden Vogelarten oft völlig unbekannt sind und ihre Anwesenheit auf den Kiesbänken nicht wahrgenommen wird. Hier will die IG mit ihren Massnahmen ansetzen: Durch gezielte Information sollen die Nutzer des Alpenrheins um ein entsprechend rücksichtsvolles Verhalten beim Betreten der Kiesbänke gebeten werden. Die Massnahmen zielen darauf ab, den Alpenrhein im Sinne eines verträglichen Nebeneinander zu gestalten. (pd)

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