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REGION: So schön kann Sport sein

Das Bewegungs- und Sportförderungsprogramm «Aktiv Kids», lanciert vom Amt für Sport, will bewegungsarme Kinder gezielt fördern. Die Erfahrungen in Sevelen und Grabs sind durchwegs positiv: eine Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten.
Ursula Wegstein
...während die andere Gruppe Schwing- und...

...während die andere Gruppe Schwing- und...

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

Im Nu sind die zwei Parcours aufgebaut. Mit roten Backen und voller Vorfreude rennen die Kinder des «Aktiv Kids» Programms in Sevelen in den Geräteraum der Turnhalle Gadretsch: Sie rollen Bänke und Kästen herbei. Seile werden aus der Decke ausgefahren. Springseile, Matten und Pedalos hereingebracht. Die Sportstunde geht los. Dazu läuft Musik, die Spass zusätzlich motiviert.

Ein Purzelbaum oder das Balancieren über einen Balken bereitet manch einem Kind heute grosse Mühe. Für diese Kinder stellt der Schulsport zu grosse Anforderungen. Dies habe auch Einfluss auf den sozialen Status der betreffenden Kinder, so der Flyer des Amts für Sport. Hier setzt das Programm «Aktiv Kids» des Amts für Sport gezielt an. Es gibt Kindern der ersten bis dritten Klasse die Möglichkeit, sich mit fachlicher Anleitung unter Gleichgesinnten eine zusätzliche Sportstunde pro Woche mehr zu bewegen und Freude an aktiver Bewegung und Sport zu erleben, wie dem Flyer des Amts für Sport zu entnehmen ist.

Motivation statt Bevormundung

In Grabs, wo das Programm «Aktiv Kids» seit Herbst 2015 an zwei Abenden pro Woche für Kinder der ersten bis dritten Klasse mit körperlich rückständiger Entwicklung im Sinne einer Fördermassnahme angeboten wird, konnten viele positive Effekte erzielt werden. «Auch wenn wir mit zwei Stunden Sport pro Woche keine Wunder bewirken können, haben wir doch deutliche Fortschritte bei den Kindern feststellen können», sagt André Fernandez, Schulratspräsident Grabs. Die Kinder hätten zum einen körperlich Fortschritte gemacht. Durch die sportliche Betätigung seien sie aber auch insgesamt ruhiger und weniger auffällig. Dies erleichtere den Unterricht. Persönlich konnten die Kinder durch ihre verbesserte Geschicklichkeit in der Gruppe aufholen und ihr Selbstwertgefühl stärken.

«Das Programm ist ein freiwilliges Angebot. Es soll einen Anreiz bieten, keine Bevormundung sein,» so der Schulratspräsident weiter. Ebenso wenig möchte man den Sportvereinen Konkurrenz machen. Ziel sei es vielmehr, den Kindern Spass ander Bewegung zu vermitteln, so dass sie den Sport im Idealfall dann in einem Verein selbst weiter verfolgen können.

Verbesserte Koordination mehr Selbstvertrauen

Auch Katja Good, «Aktiv-Kids»-Kursleierin in Sevelen zeichnet ein positives Bild: «Die Kinder kommen gerne, die Koordination verbessert sich. Die Kinder können feststellen, dass sie nicht mehr die letzten sind. Das gibt ihnen Selbstvertrauen und Erfolgserlebnisse. Eine Stunde Sport sei besser als nichts, so die Kursleiterin Katja Good in Sevelen.

Die motorischen Defizite führt Katja Good darauf zurück, dass Kinder heute allgemein weniger draussen spielen würden oder zu wenig Erfahrung mit Bewegung hätten. Da der Andrang in Sevelen, wo das Programm seit Sommer 2016 einmal pro Woche für Kinder der ersten bis dritten Klasse angeboten wird, mit 25 Kindern momentan sehr gross sei und nicht alle die Kriterien für eine Fördermassnahme erfüllen würden, ist man am Überlegen, die Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Programm allenfalls wieder enger zu fassen.

Das Amt für Sport empfiehlt allgemein für Kinder mindestens eine Stunde Bewegungszeit pro Tag. Werde dies unterschritten, sei mit körperlichen Defiziten zu rechnen.

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