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REGION: So faszinierend wie verunsichernd

Die Drohnenfliegerei ist ein Hobby, das immer mehr Anhänger findet. Noch gab es deswegen in unserer Gegend keine grösseren Probleme, doch Fragen des Persönlichkeitsschutzes und der Sicherheit tauchen auf.
Heini Schwendener
Drohnen werden immer billiger, leistungsfähiger und beliebter. Wer eine steuert, muss dabei einige Vorschriften beachten. (Bild: Manfred Löffler/KEY)

Drohnen werden immer billiger, leistungsfähiger und beliebter. Wer eine steuert, muss dabei einige Vorschriften beachten. (Bild: Manfred Löffler/KEY)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Im Zeitalter der Smartphones werden wir überflutet von Bildern. Überall wird alles fotografiert und gleich ins Netz gestellt, auf dass alle daran teilhaben ­können. Alle Winkel unseres Planeten scheinen schon bildlich festgehalten. Womit also noch Aufmerksamkeit erlangen? Mit Aufnahmen aus der Luft. Dank modernster Technik werden Drohnen immer kleiner, leistungsfähiger und billiger. Und damit auch immer zahlreicher. Um so erstaunlicher, dass die wenig reglementierte Drohnenfliegerei in unserer Region bisher kaum für negative Schlagzeilen gesorgt hat (vgl. Titelseite).

Manchmal fehlt auch die Haftpflichtversicherung

«Drohnen sind beliebte Spielzeuge», sagt Florian Schneider von der Medienstelle der Kantonspolizei. Sie stellen aber aus polizeilicher Sicht kein grosses Problem dar. In den vergangenen Jahren sei es vielleicht zu einem Dutzend Verzeigungen gekommen, so Schneider. In zwei Fällen haben Drohnisten ihr ferngesteuertes Fluggerät in Wildruhezonen steigen lassen, was verboten ist (vgl. Kasten). Einer der Drohnisten war ausserdem nicht versichert. Für jede Drohne, welche mehr als 500 Gramm Gesamtgewicht hat, braucht es aber eine Haftpflichtversicherung im Umfang von mindestens einer Million Franken, um für allfällige Schäden aufkommen zu können.

Gelegentlich gibt es bei der Kantonspolizei Beschwerden wegen Drohnen. Gemäss Florian Schneider sind die Drohnisten aber bei Eintreffen einer Patrouille meist schon nicht mehr vor Ort. «Wenn doch, dann konnte das angebliche Problem oft mit einem Gespräch und etwas gesundem Menschenverstand gelöst werden.» Reklamationen gab es auch schon wegen Drohnen, die bei Grossveranstaltungen über Menschenmengen gesteuert wurden.

Auch in der Stadt Buchs sind Reklamationen wegen Drohnen selten. Neben vereinzelten Anrufen von Bürgern, die sich in ihrer Privatsphäre gestört fühlten, meldeten sich Leute bei der Stadtkanzlei auch schon mit Fragen darüber, was den Drohnen-«Piloten» überhaupt erlaubt sei. Beschwerden wegen Drohnen waren im Stadtrat noch kein Thema. Es besteht auch kein Handlungsbedarf, in Buchs, wie etwa in Vaduz, Verbotszonen für Drohnen zu erlassen. Die Stadt Buchs hat selber schon Drohnen eingesetzt, wenn sie auf diese Weise billiger zu ihren benötigten Bildern kam, als wenn dafür beispielsweise ein Helikopter zum Einsatz gekommen wäre. Stadtschreiber Markus Kaufmann sagt: «Wenn dank Drohnen Kosten gespart werden können, ist das doch ganz im Sinne der Bürger.» Und er betont, was allenthalben Konsens ist: Drohnenbilder sind faszinierend. Sie eröffnen den Betrachtern eine völlig neue Sicht auf die Welt. Kaum jemand kann sich dieser Faszination entziehen. Dass mit Drohnen aber auch Privatsphären und Sicherheitsbestimmungen verletzt werden können, sorgt andererseits für Verunsicherung.

Helikopterbranche ist kommerziell betroffen

Jürg Forrer ist Basisleiter von Swiss Helicopter. Das Unternehmen ist beim Heliport Balzers eingemietet. Bei der Transportfliegerei hätten Helipiloten schon Drohnen in der Nähe festgestellt. «Dann informieren wir die Flughelfer am Boden», so Forrer. Diese erläutern den Drohnisten umgehend die Sicherheitsabstände. Richtig gefährlich sei es zum Glück noch nie geworden. Drohnen betreffen Swiss Helicopter aber auch kommerziell, denn die Aufträge für Foto- und Filmflüge sind rückläufig.

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