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REGION: Sennwald muss die Bauzone nicht reduzieren

Der Entwurf der Anpassungen 18 des St. Galler Richtplans liegt bis Mitte Juni öffentlich auf. Von Interesse sind insbesondere die Windpark-Standorte im Sarganserland und die Grösse der Bauzonen einzelner Gemeinden.
Heini Schwendener
Das Sarganserland und Wattwil/Mosnang werden als Standorte für Windparks festgelegt. (Bild: Benjamin Manser (Chur, 27. April 2016))

Das Sarganserland und Wattwil/Mosnang werden als Standorte für Windparks festgelegt. (Bild: Benjamin Manser (Chur, 27. April 2016))

Mit dem Richtplan zeigt die St. Galler Regierung auf, welche Ziele sie in der räumlichen Entwicklung des Kantons verfolgt. Der Richtplan ist also ein Führungsinstrument der Regierung, das periodisch angepasst wird, um den aktuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das ist nun wieder einmal der Fall, die Anpassungen 18 des Richtplans liegen in allen Gemeinden öffentlich auf und sind auch im Internet abrufbar. Die Bevölkerung ist bis 18. Juni eingeladen, mitzuwirken und Anregungen zum Richtplan einzureichen.

Erweiterung in Sevelen für SAK-Unterwerk

Ganz sicher erfreut sein werden die Gemeinden Sennwald und Wattwil über eine Anpassung, die im Richtplan vorgeschlagen wird. «Mit einem Berechnungsmodell ermittelt der Kanton, wie viele Bauzonen eine Gemeinde in den nächsten 25 Jahren benötigt», heisst es in der Medienmitteilung der Staatskanzlei, und weiter: «Eine Aktualisierung der Daten ergab, dass die Bauzonen der Gemeinden Sennwald und Wattwil nicht mehr zu gross sind. Die Gemeinden müssen ihre Bauzonen nicht reduzieren.» Ausserdem wurden zwei Erweiterungen des Siedlungsgebietes festgelegt: in Diepoldsau für die Erstellung einer Gemüserüsthalle und in Sevelen für die Realisierung eines Unterwerks der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK).

Zwei Windpark-Standorte festgesetzt

Die St. Galler Regierung unterstützt die Beschlüsse des Bundes zum schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie, in dem sie die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie mit Nachdruck fördert. Im Richtplan werden neu zwei Standorte für die Erstellung von Windenergieanlagen festgesetzt. In der Rheinau, in den Gemeinden Sargans, Mels und Vilters-Wangs sowie in den Gemeinden Wattwil und Mosnang könnte je ein Windpark erstellt werden. «Am Standort Rheinau sollen in einer ersten Etappe drei bis vier Windräder realisiert werden. Der Ausbau umfasst bis zu sechs Anlagen», heisst es in der Medienmitteilung. Der Windpark Krinau im Toggenburg ist für drei Windräder ausgelegt. Damit Windparks überhaupt bewilligt werden können, ist der Eintrag im Richtplan eine Voraussetzung.

Im Sarganserland formiert sich bereits Widerstand gegen diese Richtplananpassung. So will sich etwa die SVP gegen den Windpark-Standort wehren.

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Hinweis

Richtplan-Anpassungen 18 unter: www.areg.sg.ch

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