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REGION: Neue Regeln für Umzug festgelegt

Für die kommende Fasnacht wurde ein neues Regelblatt erstellt. Damit soll die Sicherheit der Besucher gewährleistet und die Tradition der reichgeschmückten Wagen und Guggen in den Mittelpunkt gesetzt werden.
Mengia Albertin
Der diesjährige Wagen der Wagenbaugruppe Grabs in Oberriet. Auf ihre reich geschmückten und aufwendig gestalteten Gefährte ist die Gruppe stolz.

Der diesjährige Wagen der Wagenbaugruppe Grabs in Oberriet. Auf ihre reich geschmückten und aufwendig gestalteten Gefährte ist die Gruppe stolz.

Mengia Albertin

mengia.albertin@wundo.ch

Weniger Bum-Bum und Halligalli: Im August berichtete der W&O über die Pläne der fünf Fasnachtsumzugsveranstalter Oberriet, Gams, Schaan, Vaduz und Wartau, ein neues Regelblatt für die Wagenbauer zu erarbeiten. Es habe eine Zunahme von meist jungen Wagenbauern stattgefunden, die eine Kombination aus Party, Alkohol und lauter Musik als Motto missverstehen. Diese seien den Veranstaltern ein Dorn im Auge. Darüber informierte Peter Vetsch, Aktuar des Rettungscorps, das den alljährlichen Gamser Umzug organisiert. Die Kritik würden sowohl Besucher als auch andere Wagenbauer äussern. Diese geben sich beim Bau ihrer Wagen grosse Mühe. Die neuen Rahmenbedingungen sind nun schriftlich fixiert. «Ziel dieser Regeln soll es sein, dass sich die Wagenbaugruppen wieder vermehrt auf den liebevollen Bau eines Motto-Wagens konzentrieren», schreiben die Organisatoren.

Musikalische Unterhaltung ist Aufgabe der Gugge

Ab dem kommenden Jahr werden Aussenbeschallungen auf den Umzugswagen nicht mehr erlaubt sein. Gestattet ist aber eine Innenbeschallung der Barwagen mit einem Maximum von 93 Dezibel. Das Abspielen von Musik ist auf der Anfahrt und im Warteraum nicht gestattet. Die Anlagen dürfen bei Umzugsbeginn eingeschaltet werden. Grundsätzlich soll die musikalische Unterhaltung aber Aufgabe der traditionellen Guggenmusiken sein.

Es gilt ausserdem nach wie vor ein absolutes Glasverbot – auch für die «Beizen» entlang der Route. Die Organisatoren weisen im Regelblatt noch einmal darauf hin, dass bei der Abgabe alkoholischer Getränke das Jugendschutzgesetz zu beachten ist. Die traditionelle Fasnachtskonfetti ist selbstverständlich nach wie vor erlaubt. «Plastikschnipsel oder Ähnliches» sind als Ersatz aber nicht zugelassen. Zur Sicherheit aller Beteiligten muss jede Gruppe dafür sorgen, dass ihr Wagen und das dazugehörige Zugfahrzeug ausreichend gesichert sind. Auf jeder Seite der «Komposition» müssen ausserdem mindestens drei Personen mitlaufen. Während der An- und Abreise an den Umzug dürfen sich keine Personen auf dem Anhänger befinden. Der Fahrer trägt die Verantwortung für sein Gespann. Bei Minderjährigen haften die Eltern. Während dem Umzug sollen sich die Teilnehmer kinderfreundlich und respektvoll gegenüber allen Besuchern verhalten. «Bei gemeldetem Fehlverhalten werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen», wird auf dem Regelblatt mitgeteilt. Der Präsident des Vereins Wagenbau Grabs, Samuel Eggenberger, hat Verständnis für die neuen Regelungen. Seit vielen Jahren bauen die Grabser traditionelle, besonders sorgfältig aufbereitete Fasnachtswagen. Auch Eggenberger hat schon festgestellt, dass es Gruppen gibt, die «keinen grossen Aufwand betreiben und die Fasnacht ausnützen».

Nur wenige Gruppen aus der Region

Für ihn ist wichtig zu betonen, dass die angesprochenen Gruppen kaum aus der Region des Werdenberg und Obertoggenburg kämen. Eggenberger störte sich aber daran, dass die Wagenbauer durch einen Zeitungsartikel (W&O vom 5. August 2017) vom Vorhaben der Umzugsorganisatoren erfahren mussten. Nun wurden die Wagenbauer durch die fünf Fasnachtsumzugsveranstalter über die konkreten, vorher aufgeführten Regeln informiert. Gelungenen Fasnachtsumzügen im kommenden Frühjahr steht damit also nichts mehr im Weg.

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