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REGION: Mammut auf dem Gonzen gesichtet

Das Bergsport-Team von Stef’s Bergsport in Weite hat am letzten Wochenende eine spektakuläre Werbeaktion durchgeführt. Das Resultat auf dem Gonzengipfel war weitherum sichtbar.
Hans Bärtsch
Ein leuchtendes Mammut zog die Blicke vieler Leute in Richtung Gipfel des Gonzen. (Bild: PD)

Ein leuchtendes Mammut zog die Blicke vieler Leute in Richtung Gipfel des Gonzen. (Bild: PD)

Hans Bärtsch

redaktion@wundo.ch

Weil es in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach zwei Halbmonden aussah, die auf dem Gonzen-­Gip­fel leuchteten, vermutete ein Leser die Fortsetzung einer Kunstaktion, welche vergangenes Jahr für grosses Echo gesorgt hatte. Im September 2016 platzierte der Innerrhoder Künstler Christian Meier im Alpstein auf einem Berg namens Freiheit einen drei Meter hohen, auch aus der Ferne gut sichtbaren Halbmond aus Acrylglas. Damit wollte der Atheist ein Gegengewicht schaffen zu den zahlreichen Gipfelkreuzen in unserer Alpen- und Bergwelt. Mit dem Halbmond – ein starkes muslimisches Symbol – sollte eine Debatte über Religionen losgetreten werden.

Eine Werbegeschichte inszeniert

Nun, was in der Samstagnacht auf dem Gonzen zu sehen war, hatte zwar ebenfalls halbmondähnliche Form, aber einen ganz anderen Hintergrund. Es waren die Stosszähne eines aufblas­baren Mammuts – und der Höhepunkt einer Aktion des Bergsportgeschäfts Stef’s Bergsport in Weite. Wie Geschäftsinhaber Stefan Tischhauser erklärt, war «sein» rund dutzendköpfiges Bergsportteam unterwegs, «um eine Werbegeschichte zu inszenieren». Nach ei­nem selber gestalteten Drehbuch begab sich das Team trotz miss­licher Bedingungen ab 5 Uhr auf verschiedenen Wegen Richtung Gonzen, wobei ver­schiedenste Szenen beim Wandern, Trailrunning und Klettern gefilmt wurden.

Der Werbeeffekt sollte einer neuen Kollektion des Outdoor-Kleiderherstellers Mammut gelten, welche im Herbst in die Läden – und damit auch in Stef’s Bergsport – kommt. Tischhauser pflegt mit Mammut eine gute Zusammenarbeit, das Unternehmen habe auch Freude gezeigt an der «Gonzen-Aktion», war daran aber nicht selber beteiligt. Nebst diesem Werbeeffekt sei es darum gegangen, als Team begeisterter Berggänger miteinander etwas auf die Beine zu stellen. Tischhauser spricht von «riesengrosser Leidenschaft», die das Bergsportteam verbinden würde.

Die ganze Übung war mit ­einiger Plackerei verbunden, erzählt Tischhauser weiter: «Wir haben eine halbe Tonne Material auf den Gonzen geschleppt.» Das ist natürlich übertrieben, aber dennoch. Um das Mammut genügend zur Geltung zu bringen, mussten Kabelrollen, Scheinwerfer, Verankerungsmaterial usw. den Berg hoch. Zusammen mit den Stirnlampen wurde das Urtier dann in ein Licht gerückt, damit es auch Beobachter im Tal auf sich aufmerksam machte.

Es gingen auch Klagen bei der Kantonspolizei ein

Gerade über die sozialen Medien hat das Wartauer Bergsportteam etliche Rückmeldungen auf seine Aktion erhalten. Nicht nur positive. Das Onlineportal FM1 Today berichtet von Leuten, die sich über Lichtsmog beklagt hätten und mehreren Meldungen, die bei der St. Galler Kantonspolizei eingegangen seien. Das Video ist auf der Website von Stef’s Bergsport unter dem Titel «Erlebe Freiheit …» zu sehen; es wurde bereits mehrere tausend Mal angeklickt.

Tischhauser selber freut die Aktion jedenfalls um so mehr, weil seine Beziehung zum Bergsteigen eine spezielle ist. Er war Holzer von Beruf, bis ihn ein Unfall zum IV-Bezüger machte. Erst durchs Klettern wurde er wieder beschwerdefrei. Und führt heute mit einer Verkäuferin Stef’s Bergsport in Weite. «Ich freue mich jeden Tag, wieder auf den eigenen Beinen stehen zu können», sagt Tischhauser. Und nennt die Region, wo er mit seinem Bergsport­team häufig unterwegs ist, «ein Pa­ra­dies». Besonders häufig sind sie selbstredend an dem Berg zugange, der nun auch Ziel der Mammut-Aktion war – dem 1830 Meter hohen Gonzen.

Hinweis

Das Video ist zu sehen unter der Adresse www.stefs-bergsport.ch

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