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REGION: Kein Job für Schweizer

Die Anstellungsbedingungen auf den Werdenberger Feldern sind hart. Ganz so schlimm, wie sie «Kassensturz» für die Schweiz immer wieder darstellt, sind sie aber nicht.
Katharina Rutz
Lange Arbeitstage und wenig Lohn – für die Arbeit bei der Gemüseernte finden sich keine Schweizer Mitarbeiter. (Bild: Susanne Basler)

Lange Arbeitstage und wenig Lohn – für die Arbeit bei der Gemüseernte finden sich keine Schweizer Mitarbeiter. (Bild: Susanne Basler)

Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch

«Vom Bauern ausgebeutet: Knechte chrampfen zum Hungerlohn», titelt «Kassensturz» in seiner Sendung vom 16. Mai. Bereits im Juni 2016 sprach der «Kassensturz» in einem Beitrag über «men­schenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft», wo Erntehelfer «bis zu 66 Stunden pro Woche auf Schweizer Feldern schuften» müssen. Die Beispielfälle spielen im Kanton Zürich und im Kanton Aargau. Als besonders «stossend» empfindet es der «Kassensturz», dass diese Arbeitsbedingungen legal seien und der Schweizerische Bauernverband trotz Versprechungen nichts dagegen unternehme.

Auch im Werdenberg sind auf den Feldern viele ausländische Erntehelfer beschäftigt. Die meisten kommen aus Polen, andern östlichen Ländern oder sind Flüchtlinge. Viele verfügen über keine Ausbildung und sprechen kein Deutsch. Die Anstellungsbedingungen sind auch hier hart. Nach den Richtlinien für familienfremde Arbeitnehmende in der Landwirtschaft des Schweizer Bauernverbandes erhalten saisonale Arbeitskräfte einen Mindestlohn von 3200 Franken pro Monat. Gearbeitet werden darf gemäss St. Galler Gesetz maximal 55 Stunden in der Woche.

Maximalarbeitszeit nicht ausgeschöpft

«Schweizer findet man für diese Arbeit keine», sagt Beni Dürr, Geschäftsführer der Verdunova AG und der Anbauorganisation Conorti AG. Er und Andreas Giger, Präsident der Gemüsebauvereinigung Rheintal, gewähren dem «Werdenberger & Obertoggenburger» exklusiv Einblick in ihre Anstellungsbedingungen. Dabei fällt auf: Die wöchentlichen Arbeitsstunden liegen unter dem legalen Maximum und beide haben ein Interesse an einer längerfristigen Beschäftigung ihrer Mitarbeiter. Diesen Mitarbeitern bezahlen sie dann auch gerne etwas mehr. Giger ist überzeugt, dass auch seine Kollegen faire Anstellungsbedingungen einhalten. «Wir stehen im Kanton St. Gallen gut da», sagt er.

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