REGION: Industrie als grosse Stärke

Die Credit Suisse hat in einer Studie die Schweiz in 110 Wirtschaftsregionen aufgeteilt. Das Werdenberg liegt auf Rang 55, das Toggenburg auf Rang 65.

Armando Bianco
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Das Werdenberg liegt schweizweit im Mittelfeld: Der hohe Anteil an Industriebetrieben trägt viel zum Wohlstand der Region bei. (Bild: Archiv)

Das Werdenberg liegt schweizweit im Mittelfeld: Der hohe Anteil an Industriebetrieben trägt viel zum Wohlstand der Region bei. (Bild: Archiv)

Armando Bianco

armando.bianco

@wundo.ch

Die Regionen Werdenberg und Rheintal gehören zu den am stärksten industrialisierten Gebieten in der Schweiz. Der Anteil der Industrie an der Gesamtbeschäftigung ist hier zwar sinkend, aber vergleichsweise immer noch besonders hoch. Dank Wachstum in anderen Branchen (etwa Bau und Gesundheit) konnte die Zahl der Gesamtbeschäftigung in allen drei Wirtschaftssektoren im Studienzeitraum (2011 bis 2014) dennoch erhöht werden. Wie eine gross angelegte und diese Woche veröffentlichte Studie der Credit Suisse zeigt, rangiert das Werdenberg in Bezug auf die Standortattraktivität auf Position 55, das Sarganserland auf 63 und das Toggenburg auf 65.

Ein Index teilt das Land in 100 Wirtschaftsregionen auf

Um die Attraktivität der Schweizer Regionen und Kantone aus Unternehmersicht zu messen, hat die Grossbank einen sogenannten Standortqualitätsindikator (SQI) entwickelt und das Land in 110 Wirtschaftsregionen aufgeteilt. Der SQI stellt die Attraktivität eines Gebiets in Form eines relativen Index dar und ­basiert auf sieben quantitativen Teilindikatoren.

«Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Standorts bestimmen die langfristige Entwicklung von Wertschöpfung und Wohlstand. An attraktiven Orten siedeln sich neue Unternehmen an, und bereits ansässige Firmen investieren stärker als in weniger attraktiven Gebieten», halten die Verfasser der Credit-Suisse-Studie fest. Neben den unveränderbaren natürlichen Voraussetzungen zählen staatliche Regulierungen, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und das Geschäftsumfeld zu den zentralen Kriterien der Standortqualität.

Das wirtschaftliche Wohlergehen im Werdenberg hängt stark vom sekundären Sektor, ab, im Toggenburg hingegen spielt die Industrie nur eine untergeordnete Rolle. Satte 38 Prozent aller Werdenberger arbeiten in einem industriellen Betrieb. Allerdings musste der Bereich in den letzten Jahren etwas Federn lassen. 3