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REGION: In die Jahre gekommen

Die ARA Buchs soll erneuert und erweitert werden. Die Kosten für Buchs, ­Sevelen und Grabs betragen 13,6 Mio. Franken. Am 24. September wird darüber abgestimmt.
Armando Bianco

Armando Bianco

armando.bianco@wundo.ch

Es gibt drei Gründe, welche die Notwendigkeit einer Erneuerung und Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage deutlich auf­zeigen: das Alter der Anlage, das rasche Bevölkerungswachstum der letzten Jahre und neue Bestimmungen im Gewässerschutz.

Verschiedene Teile der An­lage befinden sich in einem Zustand, der einen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Betrieb nicht mehr ermöglicht. Seit der letzten Erweiterung vor nunmehr 21 Jahren sind zudem die Zahl der Einwohner im Einzugsgebiet (Buchs, Sevelen, Grabs) und der Verbrauch der Industriebetriebe erheblich gestiegen. Letztlich ist es auch das 2016 in Kraft gesetzte Gewässerschutzgesetz, welches erhöhte Anforderungen an die ARA in der Schweiz stellt.

Die Kosten für das Vorhaben betragen rund 13,63 Millionen Franken. Der Verteilschlüssel sieht so aus, dass Buchs rund 6,26, Sevelen rund 3,92 und Grabs rund 3 Mio. Franken bezahlen. Da­zu kommt die Summe von 450 000 Franken für den Projektierungskredit, welchen die Delegierten bereits im Dezember 2015 genehmigt haben. Weder vom Bund noch vom Kanton sind Beiträge zu erwarten, heisst es in Gutachten und Antrag zur Abstimmungsvorlage. Abgestimmt wird am 24. September an der Urne. Von einer Genehmigung ausgehend, ist der Baubeginn für Frühling 2018 eingeplant, die Bauzeit wird voraussichtlich zwei Jahre betragen.

Faulturm, Gasometer und Schlammsiebung

Die geplante Erweiterung und ­Erneuerung führe bei der Ab­wasserreinigungsanlage nicht zu einer Erhöhung der Betriebs­kosten, heisst es weiter. Man rechne in einigen Bereichen sogar mit geringeren Ausgaben. ­Allein schon die Stromkosten würden beispielsweise um rund 45 000 Franken pro Jahr sinken, daneben werden in Gutachten und Antrag auch noch weitere Einsparungen aufgelistet.

Die Pläne beinhalten den Bau eines zweiten Faulturms und die Sanierung des bestehenden Faulturms. Ein Faulturm dient dazu, den täglich anfallenden Frisch- und Überschussschlamm zu behandeln. Aufgrund von starker Schaumbildung kann der bestehende Faulturm nur eingeschränkt benutzt werden. Aus ­Aspekten der Sicherheit und Kapazität soll deshalb ein zweiter Turm erstellt werden, der erste Turm wird bis auf den Trichter abgebrochen und neu aufgebaut. Weiter wird der bestehende Gasometer abgebrochen und durch ­einen neuen ersetzt. Der Gasometer dient zum Ausgleich des je nach Belastung variierenden Gasanfalls. Zur Schlammsiebung, das heisst zur Entfernung von Grobstoffen aus dem Rohschlamm, sind heute zwei Aggregate im Einsatz, die nach jahrelanger Beanspruchung nicht mehr sinnvoll revidiert und deshalb ersetzt werden sollen. Darüber hinaus müssen auch andere Teile der Anlage ersetzt werden, geplant sind auch umfangreiche Sanierungen, Erweiterungen und Erneuerungen in den Bereichen Elektronik, Messung, Steuerung, Regelung und Leitung. Aufgrund der Neu- und Umbauten sind auch bei der Gestaltung der Umgebungen Anpassungen erforderlich.

Mikroverunreinigungen gerecht werden

Ist diese Etappe einmal abgeschlos­sen, folgt eine zweite Etappe, um den gesetzlichen Auflagen und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Nach heutigem Wissensstand wird für diese mit ­Kosten zwischen 17 und 30 Mio. Franken gerechnet, mit der Abstimmung am 24. September hat das aber noch nichts zu tun. Die Etappe 2 beinhaltet eine not­wendige Kapazitätssteigerung der biologischen Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen sowie weitere Werterhaltungsmassnahmen.

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