REGION: «Hotspot» Werdenberg

Das Werdenberg gehört inzwischen zu den vier Hauptverbreitungsgebieten des Wildschweins im Kanton St. Gallen. Jäger und Landwirte stellen sich darauf ein.

Katharina Rutz
Merken
Drucken
Teilen
Eine Wildschweinrotte, aufgenommen von einer Wildkamera auf der Schwendi am Grabserberg. (Bild: Franz Dal Ponte)

Eine Wildschweinrotte, aufgenommen von einer Wildkamera auf der Schwendi am Grabserberg. (Bild: Franz Dal Ponte)

Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch

Wie ein Mosaik ziehen sich die braunen Stellen mit aufgebrochener Grasnarbe durch die sattgrüne Wiese. Die Wildschweine haben über das Winterhalbjahr auf der Suche nach Nahrung einige Schäden hinterlassen. Der zuständige Wildhüter Silvan Eugster zieht an diesem Morgen die Schadensbilanz auf der Weide im Ranserholz. Im Herbst und nach der Schneeschmelze ist Silvan Eugster öfters unterwegs, um in seinem Aufsichtsgebiet Wildschweinschäden aufzunehmen. Mit zunehmender Vegetation wird sich die Situation entschärfen. Dann fressen die Tiere Gras.

Fünf Wildschweinrotten im Werdenberg

Mitte der 90er-Jahre kehrte das Wildschwein in den Kanton St. Gallen zurück. Laut W&O-Zeitungsberichten von 2003 wurden im Werdenberg erstmals 1998 wieder Wildschweine geschossen. Lange Zeit waren dann nur vereinzelte Schwarzkittel im Gebiet unterwegs.

Dies hat sich nun geändert. Das Wildschwein hat sich im Werdenberg etabliert. Die Region gehört mittlerweile zusammen mit dem Rheintal, dem Fürstenland und See-Gaster zu den Schwerpunktgebieten dieser Wildart. In den letzten fünf Jahren ist ihr Bestand im Werdenberg stark angestiegen. «Heute leben zwischen Wartau und Grabs mindestens fünf weibliche Tiere mit ihren Jungen», sagt Eugster. Diese Bachen mit ihren Rotten verhalten sich territorial. Sowohl die Jäger als auch die Landwirte der Region haben ihre Massnahmen ergriffen. So konnten letztes Jahr so viele Sauen wie noch nie geschossen werden. Die Landwirte rüsten sich mit einem Planiermeister zur Beseitigung der Schäden aus.3