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REGION: Grippe zeigt sich hartnäckig

Die Influenza hat auch die W&O-Region fest im Griff. Früher als erwartet hat sie die Ausmasse einer Epidemie erreicht. Und nicht nur das: Impfungen scheinen nur bedingt gegen die Grippe zu nützen.
Michael Kohler und Thomas Schwizer
Fieber ist zusammen mit anderen typischen Symptomen ein klarer Indikator für Grippe. (Bild: Martin Rütschi/Keystone)

Fieber ist zusammen mit anderen typischen Symptomen ein klarer Indikator für Grippe. (Bild: Martin Rütschi/Keystone)

Michael Kohler und Thomas Schwizer

redaktion@wundo.ch

Im Tessin und in Graubünden wurden vom 3. bis 10. Januar 915 Grippeerkrankungen pro 100 000 Einwohner gemeldet – im Raum Zürich-Ostschweiz 229 – hier ist die Tendenz weiter steigend. Der Schwellenwert zu einer Epidemie wurde bereits zwei Wochen davor überschritten, er liegt laut Bundesamt für Gesundheit BAG bei 68 Grippeverdachtsfällen pro 100 000 Einwohner.

Auch die Region Sarganserland-Werdenberg ist schon länger, seit dem neuen Jahr aber definitiv von der Grippeepidemie erfasst, bestätigt Dr. Daniel Portmann, Vertrauensarzt des Ärztevereins Sarganserland-Werdenberg, auf Anfrage. Im Vergleich zur Saison 2015/16 sei bei der aktuellen Grippewelle die Schwelle zur Epidemie zirka fünf bis sechs Wochen früher überschritten worden», erklärt Portmann unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede.

Impfung nützt nicht gegen alle Influenza-Typen

Treten dieser Tage Symptome wie etwa Fieber, Schüttelfrost, Husten, Hals- und Schluckweh, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindelgefühl und Appetitverlust auf, dann dürfte es sich um den Influenza-Erreger handeln. Genauer um das Virus Influenza Typ B Yamagata, das in diesem Jahr besonders aktiv ist. Just dieser Virustyp ist laut einem Artikel in der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) «in den meisten Grippeimpfungen (der Dreifachimpfung) nicht enthalten». Geimpfte Patienten sind also vor diesem Erreger nicht geschützt.

Portmann präzisiert: «Ob die Impfung nützt, hängt von der Zusammensetzung des Impfstoffes und natürlich vom Typ oder Subtyp des Virus ab, das im Anmarsch ist.» Portmanns Arbeitsplatz ist in der Pizolcare-Praxis in Sargans. «In unserer Praxis wurde diese Saison der Vier- fach-Impfstoff Fluarix Tetra angewandt.» Dieser soll auch Schutz vor dem Subtyp Yamagata bieten.

Dr. Markus Gassner aus Grabs ist Immunologe und Allergologe. Das Vorkommen des Influenza-Typs B Yamagata gehe seit vergangener Woche bereits zurück, weiss er. Dafür nehme der Typ B Victoria zu, der aber ein «alter Stamm» sei. Die Grippestatistik des Bundesamtes für Gesundheit vom 10. Januar 2018 zeigt, dass die Influenzameldungen aktuell vier Grippetypen in der Schweiz nachweisen.

Das BAG bestätigt in seinem Bericht zur Grippesaison 2016/17, dass die Wirksamkeit der Grippeimpfung bei 38 bis 48 Prozent liege und damit «eher tief» sei. Es hält aber am Aufruf fest, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Daniel Portmann erachtet die Aufrufe zum Impfen als gerechtfertigt, vor allem im Hinblick auf die bis zu 275 000 Arztkonsultationen, mehreren Tausend Hospitalisierungen und Hunderte Todesfälle jährlich. Er hält fest: «Tritt trotz Impfung eine Grippe auf, so sind deren Symptome oft abgeschwächt und schwere Komplikationen seltener.» 5

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