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REGION: Grippe breitet sich weiter aus

In den nächsten Wochen wird sich die Influenza in der Ostschweiz weiterverbreiten. Geldscheine sind die grossen Virenüberträger, Kinder am meisten betroffen, weil sie noch keine Immunität gegen die Viren haben.
Michael Kohler und Thomas Schwizer
Vor allem Kinder bis 4 Jahren und Erwachsene zwischen 34 und 64 Jahren sind betroffen. (Bild: Martin Rütschi)

Vor allem Kinder bis 4 Jahren und Erwachsene zwischen 34 und 64 Jahren sind betroffen. (Bild: Martin Rütschi)

Michael Kohler und Thomas Schwizer

redaktion@wundo.ch

Die Zahl der Krankheitsfälle schnellt in die Höhe wie die Zahlen auf dem Fiebermesser. Die Grippe lässt nicht locker. «Die Zahlen bestätigen, dass sich die Aktivität in der Ostschweiz in den nächsten zwei Wochen weiterhin verstärkt. Danach wird es noch einige Wochen dauern, bis die Zahlen unter die Epidemiegrenze fallen», sagt Danuta Reinholz, St. Galler Kantonsärztin.

Dr. Daniel Portmann aus Sargans gibt wertvolle Tipps für den Alltag, um einer Ansteckung durch Grippeviren möglichst vorzubeugen.

Mit Hygiene und richtiger Ernährung vorbeugen

Will man sich im Spätherbst nicht einer Grippeimpfung unterziehen, helfe alternativ – oder besser als Ergänzung – eine gute Handhygiene mit regelmässiger Reinigung, insbesondere auch unter den Fingernägeln. In Geschäften und Praxen, aber auch zu Hause, können Türgriffe desinfiziert werden. «Das Niesen in die Ellenbeuge oder in ein Taschentuch hilft ebenfalls, der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken», so Portmann.

Ausserdem regt er auf einen bewussteren Umgang mit alltäglichen Gegenständen an. «Viren haften überall, vor allem während einer Epidemie.» So könne auf Geldscheinen ein Grippevirus bis zu zwei Wochen lang überleben. Allgemein überleben Grippeviren in trockener und kalter Umgebung länger. «Die Kälte wiederum macht uns anfälliger für die zirkulierenden Viren», erklärt Portmann.

Dass es gesund ist, viel zu trinken, ist wohl bekannt. Zwei Liter täglich sagt die Hausregel. Bei einer Grippeepidemie hilft eine grosszügige Flüssigkeits- zufuhr gleich doppelt und dreifach: «Genügend trinken schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen und macht sie darum weniger anfällig.»

Ebenfalls helfe eine ausgewogene Ernährung, «wie sie uns schon von den Eltern beigebracht wurde». Dabei könnten fehlende Stoffe wie Vitamine, Magnesium oder Kalzium nicht einfach mit industriellen Produkten ersetzt werden, sagt Portmann. «Spezielle Vitamin-Booster sind nicht ganz so wirksam, wie die Industrie weismachen möchte.»

Zweimal Anstecken in einer Epidemie ist möglich

Dr. Markus Gassner aus Grabs kennt aus seiner langjährigen Praxis mehrere Fälle, in denen Personen während der gleichen Grippephase gleich zweimal erkrankten – das erste Mal an einem Typus B, das zweite Mal an einem Typus A. Bis zur zweiten Ansteckung dauere es jeweils rund vier Wochen, weiss der Facharzt für Allergologie und Immunologie.

Dr. med. Telemachos Hatziisaak aus Trübbach bestätigt mehr Grippepatienten in der letzten Woche. Er empfiehlt, bei Fieber, das mehr als drei Tage anhält, den Arzt aufzusuchen, um schwerwiegendere Erkrankungen auszuschliessen. Die Dauer und der Schweregrad der Erkrankung seien abhängig vom Immunstatus des Patienten, der unter anderem vom Alter und weiteren Krankheitsbildern abhänge. So könne eine Grippe auch deutlich länger anhalten und es bestehe die Gefahr einer Superinfektion des geschwächten Organismus mit bakteriellen Erregern, erklärt Hatziisaak.

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