REGION: Ferienbetreuung zu Hause

Gerade für Katzen kann es angenehmer sein, wenn sie über die Ferienabwesenheit ihrer Besitzer nicht ins Tierheim müssen. Zumal diese im Sommer oft ausgebucht sind. Von «Catsittern» werden sie zu Hause betreut.

Katharina Rutz
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Schüchterne Katzen verziehen sich beim Besuch des Catsitters häufig in ihr bevorzugtes Versteck. (Bild: Mareycke Frehner)

Schüchterne Katzen verziehen sich beim Besuch des Catsitters häufig in ihr bevorzugtes Versteck. (Bild: Mareycke Frehner)

Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch

Während viele Besitzer ihre ­Tiere in ein Tierferienheim geben, wenn sie ins Ausland verreisen, bevorzugen andere die Be­treuung ihrer Lieblinge zu Hause. So bietet beispielsweise die Katzenstation Buchs das sogenannte «Cat­sitting» an. Das Catsitting wird von Vereinsmitgliedern ­ausgeführt. «Wir haben immer Kapazität», sagt Daniel Meister, Präsident der Katzenstation Buchs. Die genauen Aufgaben des Catsitters werden vorgängig besprochen. Dann geht der Catsitter ein bis zwei Mal täglich vorbei zum Füttern, säubern der Näpfe oder auch zum Blumengiessen.

Luzia Candreia und Corina Trionfini von Lucobello bieten ebenfalls Heimtierbetreuung an. «Während wir ausserhalb der ­Ferienzeit vor allem im Spazierservice viel zu tun haben, läuft während der Ferien die Heimtierbetreuung auf Hochtouren», sagt Luzia Candreia. Doch auch bei Lucobello hat man noch Kapazitäten frei.

Heimtierservice auch für Pferde

Neben Katzen betreuen die Mitarbeiterinnen von Lucobello auch Kaninchen, Meerschweinchen oder Enten. «Einmal pflegten wir gar eine Bartagame. Aktuell pflege ich zudem Pferde und kümmere mich um die Stallarbeit», erzählt Luzia Candreia, die selber ebenfalls ein Pony besitzt.

Nach Möglichkeit kontrol­lieren die Tierbetreuer natürlich auch den Gesundheitszustand ihrer Schützlinge. «Die Besitzer weisen uns bei Wohnungskatzen auf ihre bevorzugten Verstecke hin, falls es sich um eine schüchterne Katze handelt», sagt Candreia. Bei Katzen mit Freilauf sei es aber möglich, dass diese manchmal zwei bis drei Tage nicht auftauchen. Ausserdem mögen es manche Katzen nicht, von ihren Bezugspersonen allein gelassen zu werden und sind dann umso weniger zu Hause. «Während der Ferien steigt deshalb auch häufig die Anzahl an Findelkatzen», so der Eindruck von Sandra Bricci, Leiterin des Tierschutzhauses in Schaan. «Die Katzen fressen vielleicht häufiger anderswo. Sie werden dann fälschlicherweise als Findelkatze angesehen.»3