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REGION: Exotische Stechmücke auf dem Vormarsch

In Liechtenstein konnte die Asiatische Buschmücke nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis liefert ein Monitoring, das 2017 zu invasiven Stechmücken durchgeführt wurde.
Bianca Cortese
«Die Asiatische Buschmücke ist in Liechtenstein schon weitverbreitet», schreibt das Amt für Umwelt. (Bild: PD)

«Die Asiatische Buschmücke ist in Liechtenstein schon weitverbreitet», schreibt das Amt für Umwelt. (Bild: PD)

Bianca Cortese

redaktion

@wundo.ch

In der Schweiz wurden bisher drei invasive Mückenarten beschrieben: Aedes japonicus (Asiatische Buschmücke), Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) und Aedes koreicus. Alle drei Arten stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum und wurden nach Europa eingeschleppt. «Problematisch an den Mückenarten ist, dass diese potenziell Krankheiten übertragen, heimische Mückenarten verdrängen können sowie lästiger als heimische Mücken sind, da sie auch tagsüber aktiv sind», schreibt das Amt für Umwelt in der gestern versandten Medienmitteilung. In Liechtenstein wurde 2017 erstmals ein Monitoring zu invasiven Stechmücken durchgeführt, um festzustellen, welche Arten in welcher Dichte vorkommen. Dabei konnte nur eine Art – die Asiatische Stechmücke – nachgewiesen werden.

Fallen in acht Gemeinden und an 41 Standorten

Zum Aufspüren dieser Mückenarten wurden in acht Gemeinden an 41 Standorten Eiablagefallen (Ovitraps) aufgestellt, welche über den Sommer alle zwei Wochen kontrolliert wurden. Ein Drittel davon wurde im Siedlungsgebiet aufgestellt, ein weiteres Drittel in Waldnähe, wo die Wahrscheinlichkeit des Aufspürens der Buschmücke am höchsten ist. Das letzte Drittel wurde an Orten mit internationalem Verkehr platziert, wo die Wahrscheinlichkeit der Einschleppung der Tigermücke am höchsten ist. Im Laufe der Saison wurden infolge einer Meldung aus der Bevölkerung zusätzlich nochmals zwei Ovitraps und eine Adultfalle aufgestellt. Mit den im 2017 durchgeführten Erhebungen konnte lediglich die Anwesenheit der Buschmücke in Liechtenstein nachgewiesen werden. Diese ist laut Bericht schon weit verbreitet und lokal auch in relativ hohen Dichten anwesend.

«Tigermücken-Einschleppung nicht ausgeschlossen»

Die Asiatische Buschmücke kam ursprünglich in Korea, Japan, Taiwan, Südchina und Russland vor. Heute ist sie in mehreren europäischen Ländern sowie in den USA und Neuseeland verbreitet. In der Schweiz sei sie erstmals 2007 im Kanton Aargau gesichtet worden, steht im Abschlussbericht zum Monitoring invasiver Stechmücken vom Amt für Umwelt. Allerdings sei unklar, auf welchem Weg sie in die Schweiz eingeschleppt wurde. Seither scheint sie sich vom ursprünglichen Fokus in alle Richtungen auszubreiten. «Die Asiatische Tigermücke konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden, deren Einschleppung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden», erklärt das Amt für Umwelt in der Medienmitteilung weiter. Diese stamme aus Südostasien und habe sich durch den Handel und Reiseverkehr ausgebreitet.

Für das Jahr 2018 sei ein Monitoring der potenziellen Eintrittspforten der Tigermücken (Orte mit viel internationalem Verkehr) geplant, da eine rasche Aufspürung dieser Art unabdingbar sei, um deren Verbreitung einzudämmen. Zudem werde geprüft, ob die horizontale Verbreitung der asiatischen Buschmücke genauer untersucht werden soll.

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