REGION: Es wird geplant, gebaut, investiert

Die Stadt Buchs hat bereits etwa 35 Prozent der Wohneinheiten mit Glasfaserleitungen erschlossen. Der Ausbau wird weiter forciert, auch in den anderen Werdenberger Gemeinden.

Hanspeter Thurnherr
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Ein Arbeiter montiert Glasfasern für einen Haushaltanschluss. (Bild: Carlo Reguzzi/KEY)

Ein Arbeiter montiert Glasfasern für einen Haushaltanschluss. (Bild: Carlo Reguzzi/KEY)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

In Buchs sind bis heute rund 35 Prozent der Wohneinheiten mit Glasfaserleitungen erschlossen. Für 2017 und 2018 sind Ausbauten im Bereich Räfiserfeld und vor allem im nördlichen Teil von Buchs geplant. Hier werden etwa 1600 Wohneinheiten angeschlossen. «Damit wird das Gebiet mit den vielen Mehrfamilienhäusern abgedeckt sein», sagt Matthias Lehmann, Leiter Kommunikation beim Elektrizitäts- und Wasserwerk Buchs (EWB). Weitere Ausbauschritte sind in den folgenden Jahren vorgesehen. Wie Lehmann erklärte, werde man im Berggebiet unter Berücksichtigung von Bedarf und Wirtschaftlichkeit erschliessen, wo es Sinn mache. Lehmann: «Wir kombinieren solche Ausbauten mit anderen Projekten. So wurde eine Glasfaserleitung bis Malbun gezogen, zusammen mit dem Bau der Druckleitung der Trinkwasserversorgung.» Unter finanzieller Beteiligung der Kunden wurden auch einzelne Häuser erschlossen. Finanziert wird das Netz aus dem Ertrag der Sparte Kommunikation des EW Buchs. Doch aktuell so weit wie Buchs sind nicht alle Gemeinden im Werdenberg. «Wir sind am Planen und Bauen. Wir wollen das Glasfasernetz in den nächsten zwei Jahren erstellen», sagt Heinz Kolb, Betriebsleiter des EW Gams. Wartau besitzt ein Hybridnetz, mit dem analoge und digitale Daten übertragen werden können. «Damit können wir die Anforderungen bezüglich Geschwindigkeit problemlos erfüllen», sagt Hans Eggenberger, Technischer Leiter der Gemeinschaftsantennenanlage Wartau, und ergänzt: «Aber bezüglich Hausanschlüsse stehen wir noch am Anfang von Planung und ­Umbau.»

Entscheidende zwei Jahre

In Grabs sind einzelne neue Mehrfamilienhäuser, welche in der Nähe der Kopfstation stehen, mit «Fibre To The Home» (FTTH) – das bedeutet Glasfaserverkabelung bis zur Wohnung – erschlossen, wie Marco Gantenbein, Leiter Technische Betriebe Grabs, erläutert. Ebenso wurden in den letzten Jahren verschiedene Industriebetriebe sowie Klein- und Mittelunternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen. «Zurzeit sind wir in der Prüfung für eine flächendeckenden Erschliessung mit FTTH. Bevor ein Ausbaukredit bei der Bürgerschaft eingeholt werden kann, muss noch der genaue Perimeter, das Modell, die Finanzierung und natürlich der Partner (Provider) bestimmt werden.» Diese Dinge sollen 2017 bestimmt werden, sodass spätestens 2018 mit dem Bau begonnen werden könne.

«Der Ausbau des Glasfasernetzes wird zurzeit in den Dörfern Salez und Haag forciert. Der Abschluss dieser Arbeiten dürfte etwa Mitte 2018 sein», erklärt Norbert Tinner, Geschäftsleiter des Elektrizitätswerkes Sennwald. In den Dörfern Frümsen/Sax und Sennwald werde aktuell nur punktuell ausgebaut, etwa wenn die Möglichkeit besteht, Neubauten zu erschliessen. Der weitere Ausbau werde Ende dieses Jahres geplant. Der prozentuale Anteil der umgebauten Anschlüsse könne nicht ermittelt werden, da laufend umgeschaltet werde. «Der Ausbau wird durch die Regionale Antennenanlage finanziert, mit den Abogebühren der Kunden. Dazu kommt kurz- und mittelfristiges Fremdkapital. Mit dem Ausbau wird in die Zukunft investiert, damit dem Endkunden ein leistungsstarkes zuverlässiges Kommunikationsnetz bis ins Haus angeboten werden kann», präzisiert Tinner.

In Sevelen besteht das Glasfasernetz von der Zentrale bis zu den Verteilkabinen und auch zu einzelnen Mehrfamilienhäusern, wie Karl Pratzner, Technischer Leiter des Elektrizitätswerks Sevelen, erklärt. Die übrigen Häuser sind auf dem letzten Stück durch Koaxialkabel erschlossen.