REGION: Ein Toter auf dem Klangweg

Im Verlag Orte ist kürzlich der 171 Seiten starke Krimi «Tod auf dem Klangweg» erschienen. Und Autorin Regula Stadler schreibt bereits an einem nächsten Mordfall in Starkenbach.

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Im Appenzeller Verlag Orte sind in jüngster Zeit mehrere Krimis mit einem Ostschweizer Bezug erschienen. Zu den aktuellen Publikationen zählen beispielsweise «Tod am Piz Beverin», «Tod in Winterthur» oder eben das Werk «Tod auf dem Klangweg». Alle Bücher nehmen Bezug auf einen real existierenden Schauplatz, so auch die sich im obersten Toggenburg abspielende Geschichte.

Liza Huber, Privatdetektivin aus Zürich, entdeckt bei einer Wanderung auf dem Klangweg eine Leiche. Die pensionierte Goldschmiedin Marie Riefener ist erschlagen worden. Die Tote geht Liza Huber nicht mehr aus dem Kopf. Maries Lebenspartnerin gibt ihr den Auftrag, Ermittlungen anzustellen. Bei ihren Nachforschungen lernt Liza Huber den Bio-Bauern Ueli Strässle kennen, mit dem sie bald eine Freundschaft oder vielleicht sogar mehr verbindet. Gleichzeitig verfolgen Walter Widmer von der Kriminalpolizei St. Gallen und sein Kollege Rolf Nussbaumer verschiedene Fährten. Doch bevor die Kantonspolizei entscheidende Fortschritte macht, geschieht ein zweiter Mord: Daniel Meier, Bezirksrichter in Lichtensteig, wird in der Nähe seines Hauses erstochen aufgefunden. Die zentrale Frage lautet: Gibt es eine Verbindung zwischen den Mordopfern?

Das Buch ist nach dem klassischen Krimi-Strickmuster aufgebaut, hat also einen hohen und langen Spannungsbogen und beinhaltet alle zentralen Elemente dieses Genres. Alles dreht sich um die Frage nach dem Schauplatz und dem Täter, wie stellvertretend ein kleiner Ausschnitt verdeutlicht: «Wenn wir davon ausgehen, dass die beiden Morde zusammenhängen, dürfte der Täter aus dem Toggenburg stammen. Der Tatort wurde sorgfältig ausgewählt. Die Stelle bei der Scheiterbeige ist, worauf man von den dahinterliegenden Häusern keinen Einblick hat. Wir müssen wieder völlig von vorne beginnen.»

Ein Leiche im Steinbruch als Thema

Verfasst wurde der Krimi von Regula Stadler, im Jahr 1959 geboren und im der Region Toggenburg aufgewachsen. Die Primarlehrerin, Germanistin und Cranio-Sacral-Therapeutin unterrichtet Deutsch im Kindergarten und arbeitet in ihrer Praxis. Sie ist Mutter zweier erwachsener Söhne und lebt in Winterthur. Sie hat das Schreiben im Blut, wurde sie doch 1959 in Bütschwil in eine Buchdruckerfamilie hineingeboren. Vater Max Stadler war nicht nur Drucker, sondern auch Verleger und gab die kleine, der CVP nahestehende Lokalzeitung «Neue Toggenburger Zeitung» heraus, die er 1984 an das in Wattwil erscheinende Lokalblatt «Der Toggenburger» verkaufte.

Die Autorin hat bereits einen Nachfolgekrimi in Arbeit. Dabei verlässt sie die Klangwelt im Obertoggenburg zwar, verschiebt aber den Ort des Geschehens nur ein paar wenige Kilometer thurabwärts, bleibt aber noch in derselben Gemeinde. Dasselbe Personal wie in «Tod auf dem Klangweg» ermittelt, wie eine Leiche im Steinbruch Starkenbach zu Tode gekommen ist. (ab)

Hinweis

«Tod auf dem Klangweg», Regula Stadler, Orte-Verlag, 176 Seiten, ISBN 978-3-85830-237-3.