Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

REGION: Ein Sturm der Entrüstung

Von einem Trauerzug wegen des «Musikverbotes» schrieben Kritiker nach dem Kinderumzug in Vaduz. An den Umzügen in Schaan und Trübbach gelten die gleichen Regeln, die Musik auf den Wagen aber klar erlauben.
Thomas Schwizer
Die zahlreichen Guggenmusiken am Umzug in Gams schätzten den Verzicht auf die Wagen-Aussenbeschallung. (Bild: Elke Schwizer (28. 1. 2018))

Die zahlreichen Guggenmusiken am Umzug in Gams schätzten den Verzicht auf die Wagen-Aussenbeschallung. (Bild: Elke Schwizer (28. 1. 2018))

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Gleiche Regelung, aber ganz andere Auswirkungen: Das ist das Fazit nach dem Fasnachtsumzug in Gams vom 28. Januar und dem Kinderumzug in Vaduz vom 3. Februar. In Gams war der Umzug ein voller Erfolg (siehe Kasten).

In Vaduz dagegen löste der, mit Ausnahme der sieben Guggenmusiken, ungewöhnlich stille Umzug neben vereinzeltem Lob viel Kritik aus. Sie wurde nach dem Umzug bei der veranstaltenden Fasnachtsgesellschaft direkt angebracht, sagt deren Präsidentin Larissa Berger auf Anfrage des W&O. Weniger konstruktiv war die Ladung Schimpf und Schande auf den sozialen Netzwerken, wo sich Kritiker gegenseitig bestärkten. Berger zeigt sich vom Ausmass dieser Kritik überrascht.

Die neuen Regeln der Umzugsveranstalter in Oberriet, Gams, Trübbach, Schaan und Vaduz enthalten einerseits Vorschriften für die Wagenlenker, um Zuschauer und Fussgruppen besser zu schützen. Stein des Anstosses ist aber das Verbot von Aussenlautsprechern an den Umzugswagen, die teilweise danach als Barwagen genutzt werden. Grund dafür waren Lärmexzesse in den Vorjahren.

Musik auf den Wagen ist erlaubt und erwünscht

Auch Larissa Berger empfand den Umzug in Vaduz ziemlich still, weil die Umzugswagen keine Musik laufen liessen. Dabei habe es nie ein Musikverbot gegeben, betont sie. Leider hätten anders lautende Gerüchte kursiert. Im Wageninnern sei Musik vielmehr erlaubt und erwünscht. Die Wagengruppen seien mit dem Regelblatt richtig informiert worden.

Trotz Druck, die neuen Regeln für den Umzug vom Sonntag in Schaan auszusetzen: Die Narrenzunft als Veranstalter bekräftigt, dass sie gelten. Präsident Harry Haslers Appell an die Wagengruppen lautet, mit der Innenbeschallung – bis gut hörbare 93 Dezibel Lautstärke sind erlaubt – zur guten Stimmung beizutragen. In Vaduz war bei den Wagen – teilweise auch als wortwörtlich «stiller» Protest – die Musik ganz ausgeschaltet. Das Gleiche gilt für den Wartauer Umzug, bestätigt Wafa-Präsident Rolf Hobi.

Konstruktive Rückmeldungen nehme sie gerne entgegen und lasse sie in die Diskussionen über die Regelungen einfliessen, sagt Larissa Berger. Diese werden die fünf Umzugsorganisatoren gemeinsam führen – und wohl auf die Fasnacht 2019 überarbeiten. «Aufgrund von konstruktiven Feedbacks und Erfahrungen können wir lernen und uns positiv entwickeln», stellt Berger fest.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.