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REGION: Die Zielgruppe «Gehstock und graues Haar»

Die Kriminalität im Kanton St. Gallen ist rückläufig. Senioren sind oft Opfer von Vermögensdelikten. Neue Möglichkeiten für Kriminelle entstehen durch die Digitalisierung.
Ursula Wegstein
Beim Eintippen des PIN-Codes sollten Dritte keinen Einblick bekommen. (Bild: Christian Beutler, Keystone)

Beim Eintippen des PIN-Codes sollten Dritte keinen Einblick bekommen. (Bild: Christian Beutler, Keystone)

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

Was sich früher mit windigen Gestalten an der Haustüre abgespielt hat, geschieht heute vermehrt über digitale Kanäle. Auch Kriminelle suchen sich ihre Opfer per Telefon, Internet oder Smartphone: Als angebliche Verwandte oder falsche Polizisten tricksen Betrüger Senioren am Telefon aus, und entlocken ihnen so PIN-Codes, Passwörter oder gleich Bares und Wertgegenstände.

Zwar gibt es für die Schweiz oder den Kanton St. Gallen keine Zahlen, die die Opfer von Straftaten nach Altersgruppen erfassen, der Beratungsalltag von Pro Senectute zeigt jedoch, dass Ältere immer wieder von kriminellen Angriffen betroffen sind.

Aus diesem Grund führt Pro Senectute zusammen mit dem Institut der Fachhochschule Arc für die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität (ILCE) derzeit eine Studie durch. Das Ziel ist, das Ausmass und die Bedeutung dieses Phänomens in der Schweiz einzuschätzen. Ergebnisse werden im Herbst erwartet.

«In dem Beratungsalltag von Pro Senectute zeigt sich immer wieder, dass Betrüger die Einsamkeit oder das fehlende soziale Netzwerk von Senioren sowie Erinnerungslücken ausnutzen, in dem sie vorgeben, ein entfernter Verwandter oder Freund aus der Vergangenheit zu sein», so Sabrina Hinder, Sprecherin von Pro Senectute Schweiz.

Ausserdem würden Kriminelle Unsicherheiten bei neuen Technologien, wie zum Beispiel bezüglich der Wichtigkeit regelmässiger Updates von Computerprogrammen ausnutzen, in dem sie Passwörter per E-Mail oder am Telefon abfragen und damit an Geld der Opfer gelangen. Ein gesundes Mistrauen gegenüber Unbekannten sei nach Ansicht der Kantonspolizei und Pro Senectute angebracht, besonders am Telefon. Persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkartennummer oder Ähnliches sollten nicht per E-Mail oder am Telefon weitergegeben werden.3

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