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REGION: Die Gemeinden entscheiden autonom

Früher wurden Zivilstandsmeldungen in der Zeitung veröffentlicht, heute verschwinden sie nach und nach. Die Gemeinden handhaben das Veröffentlichen dieser Daten unterschiedlich.
Wer wen geheiratet hat, erfahren nur noch die Obertoggenburger aus der Zeitung (Bild: Nana Do Carmo)

Wer wen geheiratet hat, erfahren nur noch die Obertoggenburger aus der Zeitung (Bild: Nana Do Carmo)

Alexandra Gächter

Gemäss gültiger Rechtslage können die politischen Gemeinden des Kantons St. Gallens Geburten, Todesfälle, Trauungen und Eintragungen von Partnerschaften amtlich bekannt machen. Nur: Sie benötigen dazu das Einverständnis der betroffenen Person/en oder der Angehörigen. Ob sie diesen Aufwand auf sich nehmen will, darf jede Gemeinde für sich entscheiden. Dies hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass einige Gemeinden in der Region Werdenberg auf die Zivilstandsnachrichten verzichten.

Am restriktivsten verfährt die Gemeinde Wartau. Seit einigen Jahren publiziert sie keine Zivilstandsnachrichten mehr, weil das Einholen der Einverständnisse zu aufwendig ist. Hohe Geburtstage werden ebenfalls nicht publiziert. Mit ein Grund ist, dass das interne Gemeindeblatt nur einmal jährlich erscheint, und Gratulationen darin deshalb keinen Sinn machen. Persönlich gratuliert werde den älteren Jubilaren aber trotzdem.

Publikationen auf unterschiedlichen Kanälen

Die hohen Geburtstage werden in allen anderen Werdenberger Gemeinden noch veröffentlicht. Allerdings auf unterschiedlichen Kanälen. Die Stadt Buchs publiziert sie im Stadtblatt «Buchs aktuell». Auch können dort sowie auf ihrer Internetseite und ihrem Newsletter die Todesfälle nachgelesen werden. Die Gemeinde Sennwald publiziert die hohen Geburtstage ebenfalls in ihrem Gemeindeblatt, «Sennwald aktuell», welches alle zwei Monate erscheint. Daneben werden die hohen Geburtstage von Sennwald im W&O veröffentlicht. «Todesanzeigen haben wir früher ebenfalls veröffentlicht. Das hat sich aber schleichend entfernt», sagt Gemeindepräsident Peter Kindler. In der Gemeinde Gams werden die hohen Geburtstage monatlich im W&O unter «Behörden informieren» publik gemacht. Früher galt in Gams bereits der 75. als ein hoher Geburtstag. Mittlerweile werden nur noch 80-, 85- sowie 90-Jährige und ältere auf die Liste aufgenommen.

Die Gemeinde Grabs veröffentlicht die hohen Geburtstage ab 80 Jahren ausschliesslich im Grabser-Blatt. Die Gemeinde Sevelen hingegen vermeldet ihre hohen Geburtstage auf ihrer Homepage, ihrem Newsletter und im W&O. Ein Gemeindeblatt geben die Seveler nicht heraus.

Bei allen nachfragen

Ebenfalls unterscheidet sich die Praxis der Einwilligung bei den jeweiligen Gemeinden. Die Seveler und Wildhauser fragen bei jedem nach, ob sie bei den hohen Geburtstagen aufgelistet werden wollen. In den anderen Gemeinden wird die Gratulation veröffentlicht. Wer das nicht will, kann sich bei der Gemeinde melden und sich von der Liste streichen lassen. Was überall vereinzelt vorkomme.

Zivilstandsnachrichten im eigentlichen Sinn, also Geburten und Todesfälle, veröffentlichen nur noch die Gemeinden Wildhaus-Alt St. Johann und Sevelen. Sie publizieren dies nebst den hohen Geburtstagen monatlich (Sevelen) und all zweimonatlich (Wildhaus-Alt St. Johann) im W&O. Im Obertoggenburg erfährt der Leser auch, wer geheiratet hat.

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