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REGION: Die Beistände sind am Anschlag

Ende 2017 betreute die Berufsbeistandschaft 399 Dossiers, 40 mehr als ein Jahr zuvor. Zur Überbrückung wird der Stellenplan wohl ausgebaut – vorerst nur temporär.
Die Sozialen Dienste bieten Beistandschaften und diverse Beratungen an. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Die Sozialen Dienste bieten Beistandschaften und diverse Beratungen an. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Thomas Schwizer

Mitglieder der Sozialen Dienste Werdenberg (SDW) sind die sechs Gemeinden der Region Werdenberg. Sie tragen auch die Kosten für deren Beratungs- und Beistandstätigkeit. An der Mitgliederversammlung vom Mittwoch zeigte sich, dass die Zahl der von der Berufsbeistandschaft betreuten Dossiers im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf 399 per Ende 2017 zugenommen hat.

Die maximale Belastung pro Beistand sei gemäss dem Fachverband erreicht bzw. gar leicht überschritten, sagte Roland Ledergerber, Präsident der Sozialen Dienste, an der Mitgliederversammlung. Es sei deshalb nötig, die Berufsbeistände zu entlasten, «damit sie nicht dauernd am Anschlag oder darüber arbeiten müssen», stellte er in seinem Jahresbericht fest. Der Kanton St. Gallen lobe die Qualität der Berufsbeistandschaft im Werdenberg, und mit einem Stellenausbau solle diese bewahrt werden, so Ledergerber.

Stellenausbau wurde abgelehnt, aber ...

Deshalb beantragte der Vorstand den Mitgliedern, ab August 2018 den Stellenetat um 80 Prozent auf neu 760 Prozent zu erhöhen. In der Diskussion zeigte sich, dass schon im Vorstand der Antrag nicht einstimmig verabschiedet worden war. Die Gemeinde Wartau brachte für die Versammlung einen Änderungsantrag ein. Die beiden Anträge wurden intensiv diskutiert. Die Einarbeitung neuer Berufsbeistände dauere ein Jahr und deshalb sollen neue Mitarbeiter frühzeitig eingestellt werden. Auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres seien weitere Berufsbeistandschaften hinzukommen, womit die langjährige Tendenz anhalte, wurde für den Ausbau argumentiert. Man solle nicht eine fixe Stelle schaffen, sondern abwarten, ob die Fallzunahme wirklich anhalte, argumentierten die anderen. Spätestens bei der 2019 bevorstehenden Pensionierung einer Mitarbeitenden könne die Notwendigkeit eines Stellenausbaus erneut geprüft werden, hiess es in der Diskussion. Schliesslich fand der Änderungsantrag eine Mehrheit. Er gibt dem Vorstand die ausdrückliche Kompetenz, den Stellenplan aufgrund spezieller Umstände – aktuell besteht ein längerfristiger Teilausfall eines Beistandes – den bestehenden Stellenetat temporär zu überschreiten.

Präsident Roland Ledergerber zeigte bei der Präsentation der Kosten auf, dass bei der Berufsbeistandschaft wegen mehr Fällen bei gleichem Stellenetat die Kosten pro Einwohner und pro Fall abgenommen haben. Bei der Beratungsstelle sind wegen einer leichten Abnahme der Anzahl Fälle die Kosten pro Fall dagegen leicht gestiegen.

Auch beim Zweckverband Kesb Werdenberg, der ebenfalls von den Gemeinden der Region Werdenberg getragen wird, sind die Kosten pro Fall gesunken, weil die Fallzahl gestiegen ist, ohne dass die Stellenzahl erhöht wurde. Sowohl bei den Sozialen Diensten als auch bei der Kesb wurden die Kosten 2017 deutlich unter Budget abgeschlossen und lagen nur leicht über dem Vorjahr.

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