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REGION: Die Bautätigkeit als Treiber

Auf dem Mietwohnungsmarkt gibt es im Werdenberg ein grosses Angebot bei geringer Nachfrage. Die Zahl der Baubewilligungen lassen für die nahe Zukunft keine Trendwende erwarten, glauben Experten.
Hanspeter Thurnherr
An der Staatsstrasse in Räfis wurden und werden viele neue Wohnungen erstellt, welche dem südlichen Teil von Buchs einen städtischen Anstrich geben. Ob sie alle einen Mieter oder Eigentümer finden? (Bild: Hanspeter Thurnherr)

An der Staatsstrasse in Räfis wurden und werden viele neue Wohnungen erstellt, welche dem südlichen Teil von Buchs einen städtischen Anstrich geben. Ob sie alle einen Mieter oder Eigentümer finden? (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Der Leerwohnungsbestand in der Schweiz ist gestiegen (siehe Frontseite). «Auch die Region Werdenberg kann sich dieser Entwicklung nicht ganz entziehen», erklärt René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden Ost der St. Galler Kantonalbank. «Die Baubewilligungen lassen eine anhaltende Bautätigkeit erwarten. Allerdings hat sich die Situation im Vergleich zu anderen Regionen noch nicht gleich akzentuiert.» Die grosse Bautätigkeit habe jahreszeitlich bedingt zu einem höheren Leerwohnungsbestand geführt, weil im Herbst viele Neubauten fertig gestellt wurden, sagt Daniel Keller, Geschäftsführer der Immoverita Treuhand AG in Buchs. Deshalb gebe es in der Region eine gute Auswahl bei Mietobjekten. Allerdings habe kein spürbarer Preiszerfall stattgefunden, vor allem wenn die Lage gut sei. Da sei das Mittelland stärker betroffen.

Attraktives Wohneigentum ist Mangelware

Dagegen gebe es in Buchs und Grabs fast kein Angebot an attraktivem Wohneigentum. Daniel Keller: «Persönlich finde ich es schade, dass das Angebot für Ältere, die an eine zentrale Lage wollen und ihr Haus eigentlich verkaufen möchten, so gering ist. Dadurch werden die Häuser nicht für Familien frei.» Bei den tiefen Hypozinsen sei es aber begreiflich, dass die Häuser nicht verkauft werden.

Klaus Schneeberger, Inhaber der Raumpartner AG in Buchs sagt: «Auf dem Mietwohnungsmarkt gibt es ein sehr grosses Angebot bei geringer Nachfrage. Vor allem institutionelle Anleger wie etwa Pensionskassen oder Versicherungen haben ihr Geld in Bauprojekte investiert. Denn sie erzielen im Vergleich zu anderen Anlagen eine gute Verzinsung, auch wenn ein Teil der Wohnungen leersteht.» Er rechnet damit, dass noch ein paar Bauprojekte in den Schubladen liegen. Nebst dem Preis spiele die Lage einer Wohnung eine wichtige Rolle. «Junge Menschen ohne Familie und Ältere bevorzugen zentrale Lagen. Ihnen ist auch die Nähe zum öffentlichen Verkehr wichtig, nebst einer guten Infrastruktur. Familien bevorzugen eher die ländliche Region», stellt Schneeberger fest.

Grosse Auswahl für Mietinteressenten

Heutzutage hätten die Mietinteressenten eine grosse Auswahl innerhalb des gewünschten Segmentes. Letztlich entscheide aber doch der Mietpreis. Um Mieter zu gewinnen, würden vor allem Firmen, welche Mietwohnungen in grossen Neubauten anbieten, besondere Angebote machen. Zum Beispiel drei Monate Gratismiete oder ein früherer Einzug, ohne für diese Zeit bezahlen zu müssen.

Anders sieht dies René Walser: «Wir haben nicht den Eindruck, dass im Mietwohnungsmarkt übermässige Anreize gewährt werden.» Aber auch er sieht das Risiko eines Überangebotes bei den Mietwohnungen eher als bei Eigentumswohnungen oder bei Einfamilienhäusern. Letzteres stehe in der Gunst der Nachfrager. Das führe dazu, dass sich vorab im tieferen und mittleren Segment die Preise nach oben bewegen. Gefragt sei auch günstiges Stockwerkeigentum, was zu einer andauernden Preissteigerung führe. Während das mittlere Preissegment seit 2016 etwa gleich blieb, war die Tendenz beim Luxussegment rückläufig, scheine sich aber in letzter Zeit etwas erholt zu haben.

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