REGION: Der Pilotversuch überzeugte

Auch Werdenberger Gemeinden lagern die Kontrollen zum Umweltschutz auf Baustellen an eine spezielle Geschäftsstelle aus.

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Seit dem 1. Januar 2012 sind die Gemeinden verpflichtet, den Vollzug der Bundesgesetzgebung im Bereich Umwelt- und Ge­wässer auf Baustellen sicher­zustellen. Doch bisher sind die Gemeinden dieser Aufgabe nur beschränkt nachgegangen.

Die Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten (VSGP) ist darum in den letzten Monaten aktiv ge­worden. Sie schuf unter der Federführung von Netz SG, Ressort Bau und Umwelt, eine Geschäftsstelle. Netz SG ist der Fachdachverband der Bauverwaltungen und Bauämter im Kanton St. Gallen. Die Geschäftsstelle am Sitz der VSGP in St. Gallen heisst «Geschäftsstelle Umweltschutz auf Baustellen (USB)». Sie unterstützt und begleitet die Bauverwaltungen fachlich, indem sie umweltrelevante Baustellen kontrolliert und die jeweilige Bauverwaltung informiert. Die Vollzugsaufgaben sowie die Verfügungshoheit bleiben unangetastet bei den Gemeinden, heisst es in einem Brief an die Bauverwaltungen.

Bereits drei Werdenberger Gemeinden dabei

Inzwischen haben 34 (von insgesamt 77) Gemeinden mit 162 000 Einwohnern aus dem 500 000 Einwohner zählenden Kanton die entsprechenden Kontrollen an die Geschäftsstelle delegiert, wie Geschäftsstellenleiter Ernst Michel gestern dem W&O sagte. Zu ihnen gehören aus dem Werdenberg Grabs, Sevelen und Wartau. Und fast täglich werden es mehr.

Ausgangslage für die Schaffung der Geschäftsstelle waren die guten Erfahrungen, welche mit einem Pilotprojekt bereits in den Jahren 2013/2014 gemacht wurden. An diesem Projekt nahmen freiwillig 21 Gemeinden aus dem Werdenberg, Sarganserland und Rheintal teil. Dazu gehörten gemäss Michel aus dem Werdenberg Buchs, Gams, Grabs, Sevelen und Wartau. (ht)