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REGION: Der Arbeitsmarkt hellt sich deutlich auf

Im Januar sanken im Werdenberg und im obersten Toggenburg erfreulicherweise sowohl die Zahl der Arbeitslosen wie auch jene der Stellensuchenden.
Hanspeter Thurnherr

Ende Januar waren im Kanton St. Gallen 10750 Stellensuchende bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet, 235 weniger als im letzten Monat. Gegenüber dem Vorjahresmonat, dem Januar 2017, sind es 1189 Personen weniger, das sind genau zehn Prozent. Dies ist der stärkste Rückgang seit Dezember 2011. Die Abnahme gegenüber dem Vorjahr fällt im Kanton damit im schweizweiten Vergleich (-6,1 Prozent) wie bereits seit über einem Jahr überdurchschnittlich aus.

Die Zahl der stellensuchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist gegenüber dem Vorjahr um fast ein Fünftel zurückgegangen, elf Prozent sind es bei den 25- bis 49-Jährigen. Bei den älteren Stellensuchenden ab 50 Jahren ist der Rückgang klar geringer. Er beträgt nur drei Prozent.

In den Wahlkreisen weist der Rückgang bei der Zahl der Stellensuchenden im Vorjahresvergleich deutliche Unterschiede auf. 15 Prozent und mehr sind es im Rheintal und im Werdenberg. Überdurchschnittliche Abnahmen mit über 13 Prozent gibt es auch im Sarganserland und im Wahlkreis Rorschach. Beim kantonalen Mittel liegen der Wahlkreis Wil und das Toggenburg, unterdurchschnittlich sind die Abnahmen in See-Gaster sowie im Wahlkreis St. Gallen.

Stärkerer Rückgang bei den Arbeitslosen

Fast alle Gemeinden im W&O-Gebiet verzeichnen sowohl bei der Zahl der Stellensuchenden wie auch der Arbeitslosen im Januar einen Rückgang. Einzig in Wartau stiegen beide Zahlen leicht an. In Sennwald liegt die Arbeitslosenzahl und in Gams die Stellensuchendenzahl leicht über dem Vormonat. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Arbeitslosen im Werdenberg mit –41 stärker sank als die Zahl der Stellensuchenden (–28). Die Hälfte des Rückgangs bei den Arbeitslosen entfällt dabei auf Buchs. Hier sank die Zahl innert Monatsfrist von 200 auf 180.

Im produzierenden Sektor ist die Zahl der Stellensuchenden im Kanton in den letzten zwölf Monaten um 650 Personen zurückgegangen, das sind über 13 Prozent. Diese Abnahme lässt sich in vielen Branchen beobachten, besonders deutlich im Metall- und im Maschinenbau sowie im Bereich Elektrotechnik, Elektronik, Uhren, Optik.

Im Dienstleistungssektor bildete sich die Zahl der Stellensuchenden um gut acht Prozent zurück, das sind rund 550 Personen. Um über ein Viertel ist die Zahl der Stellensuchenden in der Autohandels- und -reparaturbranche zurückgegangen.

Deutlich weniger Voranmeldungen für Kurzarbeit gab es im Vergleich zum Vorjahr. Vor einem Jahr meldeten 38 Firmen für rund 400 Mitarbeitende Kurzarbeit an. Für Februar rechnen noch fünf Firmen damit, für unter 50 Mitarbeitende Kurzarbeitsentschädigung in Anspruch nehmen zu müssen.

Gemäss Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik ist im Kanton St. Gallen für die nächsten Monate, unabhängig von saisonalen Entwicklungen, weiterhin mit sinkenden Stellensuchendenzahlen zu rechnen.

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

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