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REGION: Datenverkehr wächst und wächst

Immer mehr Menschen wollen jederzeit und überall erreichbar sein. Somit stellen die Mobilfunkanbieter laufend mehrere und leistungsfähigere Sendeantennen auf. Dagegen gibt es oft Widerstand.
Heini Schwendener
Mobilfunkantennen brauchen zwar fast alle, am liebsten hat man sie aber nicht in seiner Nähe. (Bild: Heini Schwendener)

Mobilfunkantennen brauchen zwar fast alle, am liebsten hat man sie aber nicht in seiner Nähe. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

39 Mobilfunkantennen gibt es bereits im Werdenberg (vgl. Karte), weitere 6 auf dem Gemeindegebiet Wildhaus-Alt St. Johann und 14 im benachbarten Fürstentum Liechtenstein. Und trotzdem werden es immer mehr. Doch die Ausbaupläne der Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Salt stossen häufig auf Widerstand. Einsprachen der Bevölkerung gibt es wegen gesundheitlicher Bedenken gegenüber der elektromagnetischen Strahlung der Sendeantennen. Andere Einsprecher sehen in den Mobilfunkantennen eine Verschandelung des Orts- und Landschaftsbildes.

Kaum jemand möchte Sendeantennen in der Nähe. Allerdings sind sie der Preis, den wir bezahlen müssen, wenn wir immer und überall erreichbar sein und Internetzugriff haben wollen. Diese Haltung führt dazu, dass sich der mobile Datenverkehr laut Swisscom etwa alle zwölf Monate verdoppelt.

Teilweise wird auch gemeinsam gebaut

Das wiederum erhöht die Anforderungen an die Infrastruktur der Mobilfunkanbieter. Hinzu kommen neue Technologien wie nun etwa die Einführung des 5G-Standards. Im besten Fall können bestehende Sendeantennen-Anlagen mit neuster Technologie aufgerüstet werden. Oder die Mobilfunkanbieter schliessen sich zusammen und realisieren gemeinsam eine Sendeantenne. Dann braucht es nur noch eine, statt zwei oder gar drei.

Wehren sich Bürgerinnen und Bürger gegen die Verschandelung des Orts- und Landschaftsbildes, haben die Gemeindebehörden, die Bewilligungsinstanz für Mobilfunkantennen, die innerhalb von Bauzonen sind, etwas Spielraum bei der Beurteilung der Baugesuche. Ob nämlich eine Verschandelung vorliegt, ist nicht von rein objektiven Faktoren abhängig. Anders sieht es bei Einsprachen aus, die sich auf die gesundheitlichen Risiken elektromagnetischer Strahlung berufen. Über diese kann zwar – mitunter auch sehr emotional – debattiert werden. Entscheidend ist aber letztlich nur die Einhaltung der Grenzwerte in der Verordnung über Nichtionisierende Strahlung. Das kantonale Amt für Umwelt (AfU) prüft jedes Baugesuch (vgl. Titelseite) auf die Einhaltung dieser Verordnung. Martin Simon vom AfU weiss aus Erfahrung, dass etwa jedes fünfte Gesuch kleine Mängel aufweist. Diese müssen dann vom Mobilfunkanbieter korrigiert werden, indem beispielsweise die Ausrichtung der Antenne oder deren Leistung etwas verändert wird. Erst danach wird das Baugesuch öffentlich aufgelegt.

Eine Karte der Standorte aller Mobilfunkantennen in der Schweiz ist zu finden auf www.bakom.admin.ch unter «Frequenzen und Antennen».

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